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Geht jetzt alles doch ganz schnell? Die Deutsche Post soll nun doch die Freigabe der Bundesnetzagentur für eine Erhöhung des Briefportos bekommen. Bereits zum 01. April könnten die Preise für einen Standardbrief deutlich ansteigen. Update: Die Deutsche Post hat jetzt von der Bundesnetzagentur einen beabsichtigten Beschluss über den Preiserhöhungsspielraum erhalten.

Briefe in Briefschlitz
© Rawpixel.com / Shutterstock.com

Bereits in wenigen Monaten soll die verschobene Portoerhöhung der Deutschen Post nachgeholt werden. Die Bundesnetzagentur hatte das Vorhaben des Dienstleisters im Oktober vergangenen Jahres vorerst auf Eis gelegt, nun soll die Behörde doch die Freigabe erteilen. Wie das Handelsblatt mit Verweis auf die FAZ schreibt, hat die Bundesnetzagentur diesen Entschluss in einem Schreiben an ihren politischen Beirat mitgeteilt. Bereits zum 01. April 2019 sollen die Preise für einen Standardbrief von 70 auf 80 Cent erhöht werden.

Die Deutsche Post selber hat sich ebenfalls an ihre Investoren gewandt. „Die Deutsche Post AG erwartet, dass ihr der Entwurf der beabsichtigten Entscheidung zur Kommentierung am 15. Januar zugeht. Sie wird ihre Anleger unterrichten, sobald sie die beabsichtigte Entscheidung der Bundesnetzagentur bewerten konnte“, wird das Schreiben beim Handelsblatt zitiert. Im Laufe der Woche sollen der Deutschen Post die Rahmenentscheidung der Bundesnetzagentur mitgeteilt werden.

Post-Chef: Portoerhöhung sei „eine logische Konsequenz“ 

Trotz des Vetos der Bundesnetzagentur zeigte sich Post-Chef Frank Appel bereits Ende letzten Jahres optimistisch, die geplante Erhöhung des Briefportos noch im ersten Quartal 2019 realisieren zu können. „Wir hatten dieses Jahr eine Gewinnwarnung. Dadurch haben sich einige unserer Zahlen geändert, die von der Bundesnetzagentur jetzt noch gründlich geprüft werden“, hieß es dazu von ihm. In einem Interview mit der Welt am Sonntag betitelte er das steigende Porto außerdem als „eine logische Konsequenz“. Zu den Gründen einer solchen Preiserhöhung sagte er: „Wir brauchen ein höheres Porto, weil unsere Personalkosten jedes Jahr um etwa drei Prozent steigen und gleichzeitig die Briefmengen um einen ähnlichen Wert sinken.“

Update: Bundesnetzagentur erteilt Preiserhöhungsspielraum 

Wie die Deutsche Post jetzt in einer Mitteilung bekannt gegeben hat, wurde dem Unternehmen ein entsprechender Preiserhöhungsspielraum von der Bundesnetzagentur vorgelegt. „Gemäß des beabsichtigten Beschlusses soll der Deutschen Post AG bei den dem Price-Cap-Verfahren unterliegenden Produkten ein Preiserhöhungsspielraum von 4,8% ab dem 01.04.2019 eingeräumt werden“, heißt es in der entsprechenden Meldung der Deutschen Post. Dies betrifft Briefsendungen bis1000 Gramm und soll für den Zeitraum bis zum 31.12.2021 gelten. Der angegebene Prozentsatz ist niedriger als erwartet, sollte dies die endgültige Entscheidung der Agentur sein, müssten „zusätzliche Kostenreduktionsmaßnahmen“ vorgenommen werden, um die geplanten Ziele des Unternehmensbereichs Post & Paket Deutschland zu erreichen. Ein finaler Entschluss zur Portoerhöhung wird für Mitte März erwartet.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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