Logo logistik Watchblog
Blogmenü

Die Deutsche Post darf vorerst keine höheren Gebühren für das Briefporto verlangen. Das und noch weitere spannende News aus der Logistik-Branche gibt es im heutigen Newsflash.

Deutsche Post Briefzustellung
© Christian Mueller / shutterstock.com

Erhöhung des Briefportos wird verschoben

Im Sommer hatte die Deutsche Post die Erhöhung des Briefportos für Anfang 2019 angekündigt. Aus diesen Plänen wird nun erst einmal nichts, denn die Bundesnetzagentur hat dem Vorhaben vorerst einen Riegel vorgeschoben. „Eine endgültige Entscheidung ist wegen der aktuellen Umbrüche bei der Deutschen Post AG nicht möglich“, wird der Chef der Netzagentur, Jochen Homann, bei der Wirtschaftswoche zitiert. Nach den Gewinneinbrüchen in der Vergangenheit will die Deutsche Post ihrem Brief-Geschäft umfangreiche Umbauarbeiten unterziehen, was eine Entscheidung über die Portoerhöhung vorerst nicht möglich macht. „Wir müssen diesen Schritt gehen, weil die Deutsche Post AG den Nachweis ihrer veränderten Kosten und Einsparungen in Folge der Umbruchsituation nicht hinreichend erbracht hat“, erklärt Homann weiter. Für Verbraucher gelten bis zur endgültigen Entscheidung die aktuellen Gebühren, Mitte 2019 könnte dann die benötigte Genehmigung erteilt werden.

Amazon investiert massiv in eigene Frachtairline

Der Online-Riese Amazon will sich immer weiter von den großen Logistikern lossagen und Sendungen selber zustellen. Dafür wurde bereits die eigene Frachtairline Amazon Air ins Leben gerufen, in die der Konzern nun fleißig investieren will. Bisher fliegen bereits 40 Maschinen zwischen den Logistikzentren des Online-Händlers hin und her. Im Frühjahr wurde ein Investment von 1,5 Milliarden Dollar in ein eigenes Drehkreuz am Cincinnati Airport bekanntgegeben. Dieser soll 2020 in Betrieb genommen werden. Wie Aerotelegraph schreibt, könnte dies aber erst der Anfang sein, denn Amazon will sich in Zukunft nicht nur an drei weiteren Flughäfen in den USA ansiedeln, sondern seine Pläne eventuell auch ins Ausland erweitern. Mit den Investitionen und dem Ausbau der eigenen Flotte könnte es der US-Konzern sogar mit Platzhirsch Fedex aufnehmen.

Deutlicher Preisanstieg beim Erwerb des Lkw-Führerscheins

Der Fahrermangel im Logistikbereich wird sich auch in diesem Weihnachtsgeschäft wieder deutlich machen. Wenig helfen dürfte dabei die Tatsache, dass zusätzlich noch der Erwerb des Lkw-Führerscheins seit Anfang des Jahres deutlich gestiegen ist. Durchschnittlich 4,6 Prozent mehr kostet der Erwerb der Führerscheinklasse C in Deutschland aktuell im Vergleich zum Jahresanfang. Das geht aus einer Untersuchung der Moving International Road Safety Association hervor, die bundesweit 107 Einrichtungen befragt hat, wie die Verkehrsrundschau schreibt. Laut der Studie kostete ein Lkw-Führerschein im zweiten Halbjahr 2018 durchschnittlich 2954 Euro. In großen Städte müssen Fahrschüler teilweise bis zu 3176 Euro auf den Tisch legen. Einer der Gründe für den Preisanstieg könnte der aktuelle Mangel an entsprechenden Lehrkräften sein.

Fraunhofer und Telekom starten Low-Cost-Tracker für Paletten

Die Telekom, das Fraunhofer IML und die European Pallet Association (EPAL) machen Paletten ab sofort intelligent. Dafür wurde jetzt der neue Low-Cost-Tracker auf den Markt gebracht. Die ersten 500 intelligenten Paletten befinden sich bereits im Praxiseinsatz. „Wir haben den Low-Cost-Tracker spezifisch für EPAL als einen unserer ersten Kunden gebaut. Allein in Europa hat die Vereinigung mehr als 500 Millionen Paletten im Umlauf. Dies ist ein riesiges Potenzial zur Digitalisierung der Lieferkette“, wird Ingo Hofacker, verantwortlich für das IoT-Geschäft in der Deutschen Telekom, bei ecommerce-vision zitiert. Der Tracker kann neben der Positionsbestimmung auch Bewegung, Schockeinwirkungen und Temperaturverlauf erkennen und außerdem Stöße, Lage, Kippwinkel, Beschleunigungen und Temperatur der Paletten registrieren. Kommt es zur Änderungen gibt der Sensor diese automatisch an weiter. Die Tracker haben eine Batterielaufzeit von zehn Jahren.

Norma: Spediteure müssen Abbiegeassistenten vorweisen

Der Discounter Norma ist Teilnehmer der „Aktion Abbiegeassistent“ geworden. Damit wurde das Unternehmen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer zum offiziellen Sicherheitspartner des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ernannt, so die Verkehrsrundschau. In Zukunft müssen alle Lkw, die für Norma tätig sein wollen, ihren Fuhrpark mit dem Abbiegeassistenten ausstatten. Dieser schaltet den toten Winkel, welcher oft Hauptgrund für Abbiegeunfällen ist, weitestgehend aus.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Captcha aktualisieren