Auch für das kommende Jahr plant die Deutsche Post DHL Group eine Preiserhöhung für Geschäftskunden. 

DHL Pakete
Belish / Shutterstock.com

DHL Paket hat, wie seit mehreren Jahren üblich, erneut eine Erhöhung der Versandtarife zum 1. Januar 2022 angekündigt. Die Neuerungen werden für Geschäftskunden mit Listenpreisen als auch jene mit individuellen Konditionen gelten. Nicht betroffen sei das nationale und internationale DHL Express-Geschäft. Privatkunden sind nicht betroffen.

Schwere Pakete werden teurer

Konkrete Angaben dazu, wie sich die Preise verändern, machte die Konzernsparte dabei nicht. Kundinnen und Kunden des Logistikers würden individuell informiert. DHL erklärte lediglich, dass die Erhöhung in besonderem Maße bei schweren Paketsendungen über 20 Kilogramm greifen werde. Diese seien in der Sortierung und Auslieferung mit einem deutlich höheren Aufwand verbunden.

Begründet werden die Anpassungen mit gestiegenen Transport- und Personalkosten und dem massiven Ausbau der eigenen Infrastruktur, um den stetig wachsenden Sendungsmengen gerecht zu werden.  Hinzu komme, dass man Maßnahmen zur nachhaltigen Beförderung der Sendungen sowie digitale Services erweitern wolle. 

„Zur Finanzierung der umfangreichen Investitionen in allen Bereichen unserer Dienstleistung ist eine Erhöhung der Geschäftskundenpreise erforderlich. Mit diesem Schritt legen wir jetzt den Rahmen für das nächste Jahr, sodass unsere Kunden frühzeitige Planungssicherheit haben“, so Ole Nordhoff, Marketingchef bei Post & Paket Deutschland, laut Konzernmitteilung zur Preiserhöhung.

Preise im Dialogmarketing steigen

Ähnlich begründet die Deutsche Post auch eine Preiserhöhung im Bereich der Dialogpost. Pandemiebedingt ist der Werbemarkt im vergangenen Jahr bei steigenden Kosten stark eingebrochen. Während man im letzten Jahr in diesem Zweig auf Preissteigerungen verzichtet hatte, sei dies im zweiten Jahr in Folge nicht mehr möglich, teilt der Bonner Konzern hierzu mit. Die Kosten für Betriebsmittel sowie Energie- und Transportleistungen seien enorm gestiegen.  „Diese Entwicklung gepaart mit dem Anspruch, auch weiterhin faire Löhne zu zahlen, zwingt uns, die Preise im Dialogmarketing zum 01.01.2022 moderat anzupassen“. 

Hier ändern sich die Preise wie folgt: 

Dialogpost

Die Stückpreise für Dialogpost Basisformat Standard werden um 0,02 Euro je Sendung erhöht: 

  • Bei 0 g bis 20 g sind dies Kosten von 0,32 Euro je Sendung 
  • Bei 21 g bis 50 g 0,37 Euro je Sendung

Postaktuell 

Die Tarifzonen werden neu eingeteilt. Einzelne Kerngebiete werden in Randgebiete verschoben, was zu „moderaten Preiserhöhungen“ führe.

Postwurfspezial

Die Entgelte für Basisformat Groß steigen:

  • bis 50 g erhöhen sich um 0,02 Euro je Sendung
  • aller weiteren vier Gewichtsstufen werden um jeweils 0,01 Euro je Sendung erhöht

Zudem soll ab dem 01.03.2022 ein Abholentgelt für Einlieferungen ab 5 Tonnen / Abholauftrag von 5,00 Euro pro Palette fällig werden. Dies gilt für alle drei Produkte. 

Alle Änderungen sind auch in einer Übersicht der Deutschen Post zusammengefasst.

 

 

/ Geschrieben von Hanna Behn

Kommentare

#1 gunnar 2021-09-29 15:13
reichen die zig milliarden gewinn in den letzten jahren, nicht zum modernisieren.????
wo verschwinden die gewinne der gebeutelten versender.?



Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Captcha aktualisieren