Im kommenden Jahr werden sich Briefeschreiber wohl auf ein höheres Porto einstellen müssen. Die Deutsche Post könnte die Preise zum Jahreswechsel anheben.

Brief einwerfen Briefkasten
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Seit Juli 2019 haben die aktuellen Preise beim Briefporto Bestand, Ende des Jahres läuft die aktuelle Gebührenordnung aus. Die Chancen stehen also gut, dass es im kommenden Jahr erneut eine Erhöhung der Briefportopreise geben wird.

Laut Postchef Frank Appel gibt es genügend Argumente, die Preise 2022 wieder anzuheben. In einem Interview mit der Welt am Sonntag gab er laut dem Portal Paketda folgende Gründe an: „Tatsache ist, dass die Briefmengen im vergangenen Jahr dramatisch zurückgegangen sind und dass wir einen Tarifvertrag mit steigenden Lohnkosten abgeschlossen haben. Statt der üblichen zwei bis drei Prozent lag der Mengenrückgang im Briefversand bei zehn Prozent. Der mehrfach verlängerte Lockdown hat dazu geführt, dass Unternehmen deutlich weniger Werbepost verschicken. Im Herbst werden wir sehen, was die Netzagentur entscheidet.“

Briefporto im Visier der Bundesnetzagentur

Erst Ende letzten Jahres gab es ein rechtliches Gerangel um die Portoerhöhung vor drei Jahren, die Debatte zog sich mehrere Monate hin. Damals hatte der Branchenverband BIEK die Rücknahme der Briefportoerhöhung bei der Bundesnetzagentur beantragt, der Deutschen Post habe laut Auffassung des Verbandes die rechtliche Grundlage für die Erhöhung gefehlt. Dieser Argumentation stimmte auch das Bundesverwaltungsgericht in einem Urteil aus dem Januar 2021 zu.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


Kommentare

#6 Thomas Urbach 2021-04-27 21:42
Geht doch einfach zu Hermes. Sind erheblich billiger, genauso schnell, keine Schlange am Schalter und der Server funktioniert.
#5 Michaela Zang 2021-04-27 13:05
Was hat die Deutsche Post zu klagen? Weniger Werbepost dafür mehr Warensendungen. Jammern auf hohem Niveau. Ich denke der Lockdown hat der Deutsche Post nicht geschadet. Im Gegenteil die Gewinne steigen........ ..
#4 gunnar 2021-04-27 11:42
wenn die briefe immer erhöht werden müssen.
dann müßten pakete doch immer billiger werden
ODER :-))
die milliardengewin ne werden dann einfach vergessen
#3 Heidemann 2021-04-27 11:26
2 ungerechtfertig ten Portoerhöhungen - steht was gegenüber - Preissenkung, Rückzahlungen,
Gutscheinhefte für jeden Bundesbürger (ab 100 Kg Eigengewicht gibt es 2 Hefte)
Nee - der Gewinn wird vom Staat, Aktionären und in den eigenen Taschen einfach einbehalten - bei den kleinen wird schon gemeckert /oder von Betrug geredet wenn Du bei Deiner Portopauschale ausversehen mal ein paar Cent übrig behälst.
frag z.B. mal bei Internationaler Briefpost - wieviel Privatleute jetzt einen miniartikel als Päckchen oder Paket versenden - zum x-fachen Preis eines Briefes.
ganz abgesehen von den Floskeln - das dann Ihre Zusteller nicht ausgelastet seien - dann können Sie die ja freistellen für die Filialen - vielleicht braucht man dann nicht mehr Stundenlang anstehen, um am Ende noch lustlos bedient zu werden.
usw. usw.
#2 Andreas Schlagenhauf 2021-04-27 09:20
Ich schließe mich meinem Vorredner an. Viel zu oft ist das System von Deutsche Post / DHL viel zu langsam. Teilweise kommt es dann auch vor, dass man plötzlich ausgeloggt wird, nachdem man schon zahlreiche Briefmarken oder Paketmarken fertig angelegt im Warenkorb liegen hat, was dann bedeutet, dass alles umsonst war und man wieder von vorne beginnen darf. Und dann diese leidige Trennung zwischen Briefmarke und Paketmarke, das ist auch so ein Thema. Es ist nicht möglich, zum Beispiel eine Briefmarke für eine Warensendung in den Warenkorb zu legen und anschließend direkt eine Paketmarke anzulegen, obwohl beides auf shop.deutschepo st.de möglich ist. Versucht man es, ist das jeweils andere verloren.
#1 Detlef Löffelholz 2021-04-26 13:51
Bevor man bei de Post über neue Preise nachdenkt, sollten dort 'mal die Server überprüft werden. Man würde den Umsatz dort als Kunde gerne steigern, wenn es denn funktionierte.
Ich sitze zeitweise über eine Stunde daran über das I-Net Briefmarken zu kaufen, bis ich dann aufgebe. Nachts geht es manchmal etwas besser.
Beschwerden werden augenscheinlich gleich in den Trash geschoben.
Dabei könnte doch mehr Geld verdient werden, wenn es möglich wäre! Auch ohne Preiserhöhung.



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