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Ab Januar wird auch GLS seine Paketpreise erhöhen. Grund sind wie bei der Konkurrenz steigende Kosten und die Maut. Laut GLS-Chef Martin Seidenberg entwickelt sich der Fahrermangel zu einem ernsten Problem.

GLS Zustellung
© General Logistics Systems

Auch GLS-Kunden bleiben von steigenden Preisen nicht verschont: Unternehmenschef Martin Seidenberg hat angekündigt, dass man 2019 die Paketpreise erhöhen werde. „Wir als GLS werden die Preise zum 1. Januar im Schnitt um sieben bis acht Prozent erhöhen“, so Seidenberg gegenüber Eurotransport. Grund dafür seien „außerordentliche Kostensteigerungen“. Konkret seien etwa aufgrund des Fahrermangels in der KEP-Branche die Kosten für Fahrer gestiegen. „Heute müssen wir zum Teil aufgrund vieler Staus zwei Fahrer einsetzen, früher losfahren und für die Restmengen noch einen Lkw hinterherschicken. Wir halten Züge bereit, die wir früher nicht hatten“, erläutert Seidenberg.

Haustürzuschlag schon zu Weihnachten

Zudem wirke sich die Maut, die seit Juli auch auf Bundesstraßen gilt, bereits jetzt aus und im Januar werden die Mautsätze nochmals erhöht, was die Kosten für KEP-Dienstleister zusätzlich erhöht. Neben den Paketpreisen betrachtet GLS weitere Stellschrauben. Die Haustürzustellung ist für Seidenberg eine „Premiumdienstleistung“ und aufwendiger als die gewerbliche Zustellung. Man habe ein „entsprechend dichtes Netzwerk an Paketshops“ und beginne nun damit, die Zustellung an die Privatadresse mit 50 Cent extra zu bepreisen, „sodass das zum Weihnachtsgeschäft greift“.

Für das anstehende Weihnachtsgeschäft erwartet Seidenberg, dass man „wieder Rekordmengen bewegen“ werde, allein GLS erwarte Mengensteigerungen bis zu 50 Prozent. Man wolle bis zu 3.000 neue Mitarbeiter einstellen und 700 zusätzliche Fahrzeuge bereitstellen. Es werde aber schwierig, die notwendige Anzahl an Saisonkräften zu bekommen, so Seidenberg, denn „wir haben in Deutschland eine Arbeitslosenquote von rund fünf Prozent. In den einzelnen Regionen steht da mitunter eine Zwei vor dem Komma. Das ist also richtig schwer.“ Es gehe darum, den Arbeitsplatz attraktiv zu gestalten. In Regionen, in denen keine Arbeitskräfte verfügbar sind, weiche man auf Zeitarbeitskräfte oder Mitarbeiter aus dem EU-Ausland aus. „Flüchtlinge können ebenfalls bei uns arbeiten, sofern die erforderlichen Arbeitsgenehmigungen vorliegen.“

Schon Ende September hatte GLS Austria angekündigt, die Paketpreise um durchschnittlich fünf Prozent zu erhöhen, DHL Paket kündigte ebenfalls Preiserhöhungen für Geschäftskunden ab 2019 an.

 

/ Geschrieben von Christoph Pech


Kommentare

#4 Und Tschüss 2018-12-04 21:18
Das sind doch alles ausreden,

ich versende nun schon weit über 10 Jahre mit GLS und habe entsprechend jede bisherige Preissteigerung mitgemacht.

Vor einigen Jahren, wurde eine Preisstzeigerun g damit gerechtfertigt, dass die Dieselpreise so gestiegen seien.
Und prompt führte GLS einen Dieselzuschlag ein . Die Dieselpreise fielen wieder, aber der Dieselzuschlag blieb bei GLS.

Alles nur Abzocke um immer mehr und mehr profit zu machen und sonst nichts. Die wenigen eigenen Mitarbeiter werden behandelt wie Sklaven. Und die übriegen Mitarbeiter gehören eh nicht zu GLS selbst. GLS arbeitet schon seit Jahren mit Subunternehmern um die Verantwortung auf diese abzuwälzen.

Und sich dann aber jedes Jahr hinstellen und mehr Geld für die Pakete verlangen ohne rot zu werden.
Mit mir jedenfalls nicht mehr.

Ich werde nun nach einem Jahrzehnt der Zusammenarbeit, zu einem anderen Versanddienst wechseln.
#3 Insider 2018-10-17 18:17
Lieber Lohrer Mopper,

wenn Sie keine Ahnung von der Paketlogistik haben, dann schreiben Sie lieber gar nichts. Wissen Sie überhaupt, dass in Deutschland jedes Jahr 3,2 Milliarden Pakete transportiert werden und bei einer Wachstumsrate von jährlich 5-6% im Jahr 2023 ca. 4 Milliarden Jahrespakete prognostiziert werden? Wissen Sie auch, dass in Deutschland ca. 9.000 Zustellfahrer und 50.000 LKW-Fahrer fehlen? Vom Verladepersonal ganz zu schweigen? Wissen Sie überhaupt, was in den Paketzentren los ist? Sind Sie schon einmal mit einem Paketzusteller mitgefahren? Sie haben überhaupt keine Ahnung.... Am besten setzen Sie sich weiter auf ihr Sofa und bestellen alles online, damit sie sich dann vielleicht auch mal über DHL, DPD, Hermes oder UPS eschofieren können, denn die haben in Summe die selben Herausforderungen.
Kleiiner Tipp: bestellen Sie lieber rechtzeitig vor Weihnachten und nicht erst 24 Stunden vorher, sonst sind die Paketdienstleis ter auch noch daran Schuld, dass Ihre Weihnachtsfeier ohne Geschenke auskommen muss :-))))
Viel Spaß beim Online schoppen...
#2 Bernhard Hacker 2018-10-16 16:59
Ich bin mit der GLS-Leistung auch nicht immer zufrieden, aber „keine Benachrichtigun g über kommende Pakete“, muss nicht sein, wenn der Versender mitarbeitet.

Der Versender muss die Möglichkeiten der GLS einfach nutzen. Per E-Mail erhält der Empfänger dann rechtzeitig eine Information über die bevorstehende Zustellung, inklusive Angabe des prognostizierte n Zustell Zeitfensters und der Wahl anderer Zustell Optionen (Zeit/Ort).

Übrigens, mittlerweile kostet ein Paket, quer durch die Republik, weniger als eine Tasse Kaffee an der Raststätte… wie viel soll davon noch umverteilt werden?
#1 Lohrer Mopper 2018-10-15 08:20
Haustürzustellu ng ? Welche Haustürzustellu ng ?
Ich muss meine Pakete immer im Paketshop abholen.
Woher erfahre ich, dass ein Paket im Paketshop zur Abholung bereit liegt ?
Auf Nachfrage bei meinen Lieferanten, denn im Briefkasten ist nie eine Abholkarte.
Ich habe mir vorgenommen nichts mehr bei Lieferanten zu bestellen, welche über GLS liefern.
Zugleich von Preiserhöhungen und einer Mengensteigerun g zu reden ist schon sehr dreist.



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