Das vergangene Jahr erwies sich als das profitabelste in der Firmengeschichte. So konnte der KEP-Dienstleister seinen operativen Gewinn im vergangenen Jahr um über 60 Prozent steigern.

DPDHL Firmenschild
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Die Deutsche Post DHL Gruppe blickt auf ein enorm erfolgreiches Jahr zurück. Wie den jetzt veröffentlichten Geschäftszahlen zu entnehmen ist, steigerte das Unternehmen nicht nur den Umsatz um 22,5 Prozent auf nunmehr 81,7 Milliarden Euro, sondern erreichte damit auch den höchsten Umsatz und operativen Gewinn in der Unternehmensgeschichte. Zurückzuführen ist diese Steigerung dabei gleichermaßen auf alle Geschäftsbereiche von DPDHL sowie den anhaltenden Boom im Online-Handel. 

„In einem herausfordernden Jahr haben wir das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt.“

Vorstandsvorsitzender Frank Appel freut sich über „das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte“ und betont, dass dieses nicht nur auf das Endkundengeschäft zurückgeht, sondern das Unternehmen mit der durchgeführten Auslieferung von Impfstoffen auch einen gesellschaftlichen Beitrag leistet. 

Der operative Gewinn lag im Jahr 2020 noch bei 4,8 Milliarden Euro. Hier konnte eine Steigerung von 65 Prozent erreicht werden, sodass der Gewinn 2021 die Rekordsumme von 8,0 Milliarden Euro erreichte. Die EDIT-Marge konnte sich um 2,5 Prozent auf jetzt 9,8 Prozent steigern. 

Auch in Sachen Liquidität legte man zu. Trotz Investitionen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit sowie Flottenmodernisierung, weist das Unternehmen einen freien Cash-Flow von 4,1 Milliarden Euro auf – 1,6 Milliarden mehr als noch 2020. Im kommenden Jahr seien neben einer anstehenden Übernahme der Hillebrand Gruppe, insbesondere Investitionen im Bereich Transport und Sortierkapazitäten geplant.  

Weiteres Wachstum in Aussicht

Unter der Annahme eines weiterhin starken E-Commerce-Bereichs rechnet der Konzern damit, das Wachstum weiter fortführen zu können. So rechne man mit einem EBIT von 8,0 Milliarden Euro, mit Abweichungen von plus bis minus fünf Prozent. Zwar wäre dabei einkalkuliert, dass der Welthandel nach dem pandemiebedingten Boom wieder etwas abebbt, doch rechnet DPDHL auch danach mit einem anhaltenden Wachstum im Logistikbereich.

„In unserer Prognose sind die derzeitig schwer abschätzbaren Auswirkungen des Konflikts in Osteuropa auf das globale Wirtschaftswachstum und die weltweiten Transportmärkte nicht enthalten. Jetzt geht es zunächst darum, den Menschen im Kriegsgebiet zu helfen, die Sicherheit aller unserer Beschäftigten zu gewährleisten und die globalen Lieferketten am Laufen zu halten“, kommentiert Frank Appel die Prognosen. 

Für die mittelfristigen Geschäftsziele bis 2024 erhofft sich DPDHL ein EBIT-Wachstum auf 8,5 Milliarden Euro. Der freie Cash-Flow soll, trotz geplanten Investitionen von circa 12 Milliarden Euro, sogar auf bis zu 11 Milliarden Euro wachsen. 

Dividende hoch, CO2-Ausstoß runter

In Anbetracht des erfolgreichen Konzernwachstums planen Vorstand und Aufsichtsrat auch die Dividende der Konzernaktien anzuheben. So wollen sie bei der anstehenden Hauptversammlung am 6. Mai eine Steigerung von 45 Cent auf 1,80 Euro je Aktie unterbreiten. Sollte der Vorschlag durchgehen, könnte die Gesamtausschüttung bei 2,2 Milliarden Euro liegen. Bestehende Aktionären soll außerdem die Möglichkeit des Aktienrückkaufs unterbreitet werden. Für dieses Aktienrückkaufprogramm plane man bis zu 2 Milliarden Euro ein. 

Um dem Pariser Klimaschutzabkommen zu entsprechen und bis 2030 CO2-Neutral zu werden, sollen im laufenden Jahr bis zu 1 Million Tonnen CO2 eingespart werden. Bereits im Vorjahr investierte man für derlei Reduzierungen 156 Millionen Euro in Maßnahmen. 

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/ Geschrieben von Ricarda Eichler

Kommentare

#3 Schmidt 2022-03-14 11:07
warum musste jetzt das Brief Porto erhöht werden?

Hier geht die Schere einfach zu weit auseinander, das ist nicht gut.
Kein Neid, aber hier stimmt gewaltig etwas nicht.
#2 Dirk 2022-03-10 10:11
"operativen Gewinn im vergangenen Jahr um über 60 Prozent steigern."

Selbstverständlich waren die hohen Preiserhöhungen in der letzten Zeit unbedingt notwendig, um die exorbitant gestiegenen Kosten und notwendigen Investitionen aufzufangen!

Jetzt sieht man, wo die Kohle wirklich geblieben ist!
#1 gunnar 2022-03-10 09:09
das ein wunder ??
preise ordentlich die letzten 3 jahre rauf, ( wir sind ja so billig im vergleich ) .
leistung und service stark verschlechtert.
hauptsache aktionäre machen ordenlich kasse.



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