Seit Donnerstagnachmittag sollen alle Brief- und Paketzentren der Deutschen Post bestreikt werden, dazu hat Verdi aufgerufen.

Postmitarbeiter
Benita Kuszpit / Shutterstock.com

Am Donnerstag ist die zweite Tarifrunde bei der Deutschen Post erfolglos zu Ende gegangen, Verdi hat als Reaktion darauf zu einem sofortigen und bundesweiten Streik in allen Brief- und Paketzentren aufgerufen. „Die Arbeitgeber haben sich sehr deutlich geäußert, dass sie nicht bereit sind, den Reallohnverlust und die Inflation auszugleichen. Dies sei nicht finanzierbar. Diese Sichtweise ist für uns nicht akzeptabel“, heißt es von der stellvertretenden Verdi-Vorsitzenden und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis in einer Mitteilung der Gewerkschaft.

Die Beschäftigten aller Verteilzentren sollen demnach bereits ab Donnerstagnachmittag ihre Arbeit niederlegen. Auch für den gesamten Freitag, 20.01.2023, wurde ein bundesweiter Warnstreik angekündigt. In den nächsten Tagen sollen laut Verdi weitere Streiks folgen.

Verdi sieht Vorgehen der Post als „Provokation“

Schon zu Beginn der Gespräche gingen die Forderungen zwischen der Gewerkschaft und der Deutschen Post weit auseinander, Verdi will für alle rund 160.000 Tarifbeschäftigten eine Lohnerhöhung von 15 Prozent, was der Logistiker bereits als „realitätsfern“ abgetan hat. Einen gemeinsamen Nenner konnten beide Parteien auch nach der zweiten Runde nicht finden. „Dass die Arbeitgeber den Ausgleich von Reallohnverlusten verweigern, ist angesichts der Milliardengewinne des Konzerns eine Provokation“, so Kocsis weiter.

Ein Großteil der bei der Deutschen Post angestellten Menschen hat nur ein niedriges Einkommen, sie sind nach Verdi-Aussagen überdurchschnittlich von der anhaltend hohen Inflation betroffen. Die Deutsche Post DHL Group erwartet, das Geschäftsjahr 2022 mit einem neuen Rekordgewinn abzuschließen, daran sollen auch die Beschäftigten beteiligt werden.

Auch am Samstag Streik?

In einem Flyer von Verdi, welcher dem Logistik Watchblog vorliegt, werden die Angestellten auch für Samstag, den 21.01.2023, zum ganztägigen Streik aufgerufen. In der entsprechenden Ankündigung spricht die Gewerkschaft selber vorerst allerdings nur von Streiks am Donnerstag und Freitag. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass die Arbeitsniederlegungen auch bis in das Wochenende hinein geführt werden. Es ist jetzt schon davon auszugehen, dass diese großflächigen und lang anhaltenden Streiks zu erheblichen Verzögerungen bei der Brief- und Paketzustellung führen werden.

Am 8. Februar sollen die Tarifgespräche fortgesetzt werden.

/ Geschrieben von Corinna Flemming

Kommentare

#1 gunnar 2023-01-21 13:25
ihr lieben postboten.!!
besteht nicht auf % sondern, das alle egal welche position haben nur einen festgeld bekommen.
alles andere erhöht die armutsschere weiter.
die oberen lachen sich dann über eure paar euro tod.
die bekommen dann teils tausende im monat mehr.
ihr lieben gewerksbosse, seid endlich gerecht und nicht nur an immer höheren gehältern für euch da oben interessiert.
die kleinen brauchen mehr geld um überhaupt noch leben zu können.
mit 3000.- oder mehr ausgezahlt hat man wenig probleme für die kinder noch was zu essen zu kaufen.
ist wie bei den beamten.
diener des volkes und machen sich die taschen voll und die kleinen müssen für die riesen pensionen auch noch einstehen.



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