Es läuft nicht bei der Deutschen Post: Die Beschwerden über die Briefzustellung haben sich im Vergleich zum Vormonat verdoppelt.

Briefstapel
Andrius Zemaitis / Shutterstock.com

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, in denen die Bundesnetzagentur die Beschwerdezahlen über die Briefzustellung in Deutschland ein- bis zweimal im Jahr veröffentlicht hat, kommt die Behörde aktuell fast jeden Monat mit neuen Rekordzahlen um die Ecke. Immer mehr Menschen wenden sich aufgrund der aktuellen Probleme bei der Deutschen Post an die Bundesnetzagentur. Im Oktober sind erneut rund 9.700 Beschwerden eingegangen, fast doppelt so viele wie noch im September, als die Behörde 5.000 Beschwerden verzeichnete. Wie die Tagesschau schreibt, sind im Verlauf des aktuellen Jahres bereits 30.000 Beschwerden eingegangen, ebenfalls ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als es noch 15.000 im Gesamtjahr waren.

Mehr Beschwerden wegen medialer Berichterstattung?

Wie die Post auf Nachfrage mitteilte, kommen die hohen Beschwerdezahlen im Oktober „nach der bundesweiten Berichterstattung in den letzten Wochen nicht überraschend“. Wie die Tagesschau weiter berichtet, soll es bereits in der Vergangenheit einen Zusammenhang zwischen der öffentlichen Berichterstattung und dem Anstieg von negativen Meldungen über die Deutsche Post bei der Bundesnetzagentur gegeben haben. „Die vielen Presseberichte haben dafür gesorgt, den Bekanntheitsgrad der Bundesnetzagentur als Beschwerdeinstanz noch einmal zu erhöhen“, heißt es.

Pakete erhalten Priorität vor Briefen

Warum es aktuell bei der Briefzustellung dermaßen hakt, hat der Bonner Konzern erst vergangene Woche mit akutem Personalmangel und einem hohen Krankenstand unter den Mitarbeitern erklärt. Allerdings sind diese Probleme bei der Paketzustellung weniger heftig zu spüren. Als Grund dafür hatte Thomas Schneider, Bereichsvorstand Betrieb bei Post & Paket Deutschland, die weniger komplexen Prozesse bei der Paketzustellung genannt. Außerdem sei es einfacher, in diesem Sektor Mitarbeiter zu finden. Kommt es zu Engpässen, priorisiert die Deutsche Post DHL Pakete auch deswegen, weil diese aus logistischen Gründen nicht zurückgehalten werden können und schnellstmöglich auf die Straße müssen.

/ Geschrieben von Corinna Flemming

Kommentare

#1 gunnar 2022-11-08 09:48
man sollte mal versuchen zu erfahren, wieviele leute sich nicht beschweren, da es zu mühsam ist , oder die leute keine lust mehr haben.
dann würden die beschwerdezahle n nicht bei 9700 liegen, sondern bei 50.000 oder mehr.
briefe die mich erreichen, dauern zwischen 2 ond 7 tagen.
egal ob die nur 20km oder 600km vor sich haben.
das beste bisher dieses jahr, war ein arztbericht, 9 oder 10 tage.! mein arzt hat sich den dann zwischenzeitlic h nochmal faxen lassen, da sonst wieder 3 monate auf einen termin hätte warten müssen.
aber selbst sendungen die zurückkommen, brauchen zig wochen um wieder hier her zu kommen.
das geht alles nicht.
die sollen den austrägern einfach vernünftiges gehalt zahlen, langfristig eine tour geben ( die kennen dann die stellen wo die post reinkommt ) und die touren nicht immer größer machen. dann klappt es auch mit dem personal.
immerhin giben die ja immernoch 1-2 tage an.
ist das nicht sogar abmahnfähig.?
immerhin senden viele mit ihnen die sendungen und nicht mit der konkurenz durch die aussage.



Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Captcha aktualisieren