Bis 2023 soll das Netz auf 15.000 Packstationen ausgeweitet werden.

DHL Packstation
Filmbildfabrik / shutterstock.com

Die Deutsche Post DHL verkündete jetzt die Inbetriebnahme der insgesamt 10.000. Packstation in Deutschland. Die solarbetriebene Packstation steht dabei in Duisburg in einem Wohngebiet und stellt auch für Nordrhein-Westfalen einen Rekord dar: Das Bundesland hat mit nunmehr 2.350 Packstationen die meisten in ganz Deutschland.

Mit 24 Packstationen fing es an

Im Jahr 2003 startete DHL mit zunächst 24 Stationen den Dienst zum flexiblen Paketempfang und -versand. Bereits binnen fünf Jahren wurde diese Zahl auf 1.500 Automaten erhöht. Besonders in den letzten Jahren, seit Ausbruch der Coronapandemie und dem Wachstum des Online-Handels, stieg die Anzahl weiterhin massiv von 4.500 Automaten in 2019 auf 8.747 Automaten in 2021. 

Das Wachstum plant DHL auch fortzusetzen und möchte noch in diesem Jahr auf 11.500 Packstationen erweitern. Für 2023 lautet das sportliche Ziel gar 15.000 Packstationen für Deutschland. Mit ihrem Netzwerk festigt die DHL zudem ihre Stellung als deutscher Marktführer im Bereich „Pick-up, Drop-Off“-Lösungen (PUDO).

Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Fokus

Das PUDO-Prinzip hat in den letzten Jahren immer mehr Zuspruch erlebt. So bietet es neben den Diensten einer Postfiliale zu jeder Uhrzeit vor allem auch Vorteile für die Umwelt. Die modernen Packstationen von DHL sind beispielsweise mit Solarpaneelen auf dem Dach ausgestattet. Somit wird keine zusätzliche Stromquelle benötigt.

Dazu kommt, dass Zustellerinnen und Zusteller bei direktem Zustellwunsch an die Packstationen mit nur einer Anfahrt gleich eine große Menge an Paketen ausliefern können. Nach Angabe von DHL soll dies auf der letzten Meile bis zu 30 Prozent CO₂ einsparen können.

Dank digitaler Erfassung des Sendungsstatus bei Abgabe in der Packstation sind Versender (beispielsweise Online-Shops) sowie Empfänger stets auf dem aktuellen Stand über den Status der Sendung. Deswegen ist der weitere Ausbau des Packstationennetzes auch fester Bestandteil der Digitalisierungsstrategie des Unternehmens.

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/ Geschrieben von Ricarda Eichler

Kommentare

#1 Roland Virnich 2022-07-27 09:46
Das mit der CO2-Ersparnis ist reine Augenwischerei. Die Belastung sinkt für den Zusteller, der - sagen wir mal - 15 Pakete auf einmal "zustellt". Dafür müssen aber dann 15 Abholer zur Packstation, und wegen der Gewichte und der Bequemlichkeit werden das zumeist Fahrten mit dem Auto sein. Wenn dann noch die Wohnungen der Abholer in einer Straße (am Ende noch weit entfernt von der Packstation) liegen, ist es umwelttechnisch sicher die bessere Lösung, die Sendungen an der Haustür zuzustellen. Der einzige Vorteil der Zustellung über die Packstation bleinbt dann die Zeitunabhängigk eit!



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