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Wegen der schieren Masse an Paketen soll es bei der DHL aktuell zu Verzögerungen kommen. Diese seien in der Hochsaison allerdings nichts Ungewöhnliches, wie der Konzern bestätigt.

Geschenkeberg
Laqueyrie Arnaud/Shutterstock.com

Am 1. Dezember hat die Deutsche Post DHL Group fast 11 Millionen Pakete an einem Tag bearbeitet, so viel wie noch nie zuvor. Dass es vor Weihnachten zu hohen Sendungsmengen kommt, ist nicht Ungewöhnliches, durch die Coronakrise wird in diesem Jahr zusätzlich mehr versendet und empfangen. Nun sollen die Rekordmengen allerdings zu Problemen beim Logistiker führen. Wie der Business Insider schreibt, sei in einer internen Analyse des Unternehmens von „hohen Rückständen“ die Rede. Sonderabholungen wurden laut dem Portal verschoben und sogar storniert, Pakete werden nicht rechtzeitig ausgeliefert und auch bei der Briefzustellung soll es zu Verzögerungen kommen.

Auf Nachfrage des Logistik Watchblogs bestätigte uns ein Sprecher der Deutschen Post DHL Group den Rekordwert an Paketen am vergangenen Dienstag, dem 1. Dezember. „Dass es in solchen Wochen auch tageweise an einzelnen Standorten Rückstände geben kann, ist für die Hochsaison nicht ungewöhnlich. Daher haben wir unsere Geschäfts- wie auch unsere Privatkunden rechtzeitig darauf hingewiesen, dass es in dieser besonderen Situation vor Weihnachten zu Verzögerungen kommen kann“.

Post bittet um Mithilfe der Kunden

Die DHL hat seine Kunden bereits um Mithilfe gebeten und ihnen entsprechende Hinweise und Tipps an die Hand gegeben, um den Paketdienst bei der Bewältigung der großen logistischen Herausforderungen zu unterstützen. Dazu gehören u. a.:

  • Übergabe der Email-Adresse der Empfängerkunden mit den PAN-Daten der Sendung; dies erlaubt, die Empfänger direkt über den Sendungsstatus zu informieren.

  • Ein Hinweis auf die DHL Wunschort-Optionen im Check-Out reduziert erfolglose Zustellversuche und Benachrichtigung von Sendungen, die auch von den Empfängerkunden nicht präferiert werden.

  • Im Hinblick auf die Verpackungen bitten wir, bezüglich der Verpackungsqualität keine Kompromisse zu machen (hochwertige Verpackungen zur Vermeidung von Beschädigungen und zur Sicherstellung einer schnellen Bearbeitungszeit, also z. B. Kartonage statt Tüte).

  • Betriebsmittel wie Rollbehälter, Briefbehälter/-wagen, Wechselbrücken nicht zu Lagerzwecken für Retouren oder interne Abläufe verwenden und somit für einen schnellen Umlauf sorgen. Dies vermeidet Engpässe, die auch auf die Produktionsprozesse bei Geschäftskunden zurückfallen können.

  • Die Vermeidung von Paketen mit einem Gewicht >20 kg z. B. durch die Aufteilung von Gebinden auf zwei Kartonagen.

  • Die Anpassung von Kartonagen auf ein Maß (58x58x58), dass durch die Sorter mit hoher Produktivität verarbeitet werden kann.

  • Eine gute Labelqualität (aktuelle Stammdaten und Druck).

  • Die separierte Übergabe von nicht maschinenfähigen Sendungen (Vermeidung von „Mischladung“), z. B. in separaten Rollbehältern oder Wechselbrücken.

  • Im Falle von Filialisten die Verteilung der Sendungsmenge auf mehrere Einlieferstandorte.



Wir haben bei Hermes, DPD und GLS nachgefragt, ob es auch bei den Paketdiensten zu Verzögerungen kommt. Sobald wir Antworten erhalten, werden wir umgehend hier drüber berichten.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


Kommentare

#1 Dirk 2020-12-14 12:00
Es ist jedes Jahr die selbe Ausrede. "Oh, das hat uns überrascht, das ist jetzt ganz ungewöhnlich, wir waren nicht vorbereitet, Weihnachten steht erst seit rund 2000 Jahren im Kalender, und und und". Meine Sendungen liegen teilweise eine ganze Woche im Startpaketzentr um, bevor die Richtung Empfängerzentru m. Und was bitte soll die Aufforderung, die Emailadresse zu liefern? Wir sollen einen Datenschutzvers toß begehen?



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