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Um ihren Tarifforderungen Nachdruck zu verleihen, ruft die Gewerkschaft DPVKOM am heutigen Donnerstag die Mitarbeiter der Deutschen Post DHL Group zu einem ganztägigen Streik auf.

Streikende Arbeiter
Ververidis Vasilis/Shutterstock.com

Anfang der Woche wurden bereits erste Spekulationen laut, dass Mitarbeiter der Deutschen Post DHL Group noch in dieser Woche ihre Arbeit niederlegen könnten, nun kam die Bestätigung. Die Gewerkschaft DPVKOM hat für den heutigen Donnerstag zu ganztägigen Streiks der Beschäftigen in den Betriebsniederlassungen Bonn, Dortmund, Duisburg, Essen sowie Kiel aufgerufen. Dadurch kann es zu Einschränkungen bei der Zustellung von Briefen und Paketen kommen.

Mit den Streiks will die DPVKOM ihren Forderungen in den aktuellen Tarifverhandlungen mehr Nachdruck verleihen. Gefordert wird für die rund 140.000 Tarifbeschäftigten eine Entgelterhöhung von sechs Prozent sowie eine monatliche Mindesterhöhung von 140 Euro für die unteren Einkommensgrup­pen.

DPVKOM will „ungerechte Gehaltsschere“ schließen

„Die Deutsche Post DHL ist ein Gewinner der Krise und ist wirtschaftlich bestens auf­gestellt. Allein im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland wird in diesem Jahr ein Gewinn vor Steuern und Zinsen von über 1,5 Milliarden Euro erwartet. Diesen Gewinn erwirtschaften einzig und allein die Mitarbeiterin­nen und Mitarbeiter des Unternehmens“, erklärt die DPVKOM-Bundesvorsitzende Christina Dahlhaus in der Meldung zum Streikaufruf. „Eine spürbare Lohn­erhöhung für die nicht nur in Corona-Zeiten überaus hart arbeitenden Postler ist nicht nur angemessen und gerechtfertigt, sondern angesichts des prognostizierten Gewinns auch machbar. Außerdem muss die Post den Tarifverschlechterungen der letzten Jahre entgegenwirken. Damit wird die ungerechte Gehaltsschere etwas geschlossen und auch das Problem der Personalgewinnung gelöst. Dafür streiken wir!“

Begleitet werden die Streiks außerdem von einer Demo vor der Bonner Zentrale des Logistikers, zu der die Gewerkschaft Beschäftigte aus dem ganzen Bundesgebiet eingeladen hat. Neben einer Kundgebung sollen außerdem „mit einer spektakulären Ballon­aktion dem Postvorstand symbolisch Unterschriften von mehreren Tausend Postlern über­geben“ werden, so die DPVKOM. Die Unterschriftenaktion der letzten Wochen soll die Forderung nach einer Corona-Leistungszulage sowie einer deutlichen Lohnerhöhung unterstützten.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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