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Wie geht Hermes mit der aktuellen Ausnahmesituation um und welche Maßnahmen ergreift das Unternehmen beim Paketversand? Darüber gibt Pressesprecher Friedemann König im Folgenden Auskunft.

Hermes Paketshop
Emil O/Shutterstock.com

Können Sie daran festhalten, dass sie weiterhin einen sicheren und verlässlichen Paketversand bieten?

Bisher ist keines unserer Logistik-Center oder Depots von einer bestätigten Corona-Erkrankung betroffen. Stand heute verzeichnen wir keine Einschränkungen bzw. Verzögerungen bei der Zustellung in Deutschland. Auf den innereuropäischen Transportwegen kommt es aufgrund von Grenzkontrollen jedoch zu Zeitverzögerungen. Derzeit sind Warenverkehre von den Einreisestopps ausgenommen.

Sobald Infektions- oder konkrete Verdachtsfälle an einem unserer Standorte vorliegen, werden wir entsprechende, vorab definierte Maßnahmen einleiten. Jeder Standort kann auf bereits ausgearbeitete Notfallpläne zugreifen und diese umsetzen. Sofern erforderlich, sind wir jederzeit in der Lage, unsere bestehenden Vorkehrungen und Notfallpläne kurzfristig auszuweiten.

Sollte es im Verlauf der Corona-Krise notwendig sein, einzelne Logistik Center oder Depots in Deutschland zu schließen, sind wir grundsätzlich so aufgestellt, dass wir auch weiterhin die Lieferfähigkeit gewährleisten können. All unsere hochmodernen Logistik Center sind multifunktional, so dass wir Sendungsmengen flexibel umleiten und an jedem anderen Standort weiterverarbeiten können. Insofern wäre selbst in einem Szenario, in dem einzelne Standorte aufgrund eines Ausbruchs des Coronavirus vollständig geschlossen werden müssten, die Warenannahme und -sortierung weiterhin gewährleistet.

Ähnlich flexibel können wir reagieren, sollten einzelne Servicepartner*innen aufgrund von Corona ausfallen. Hier haben wir aktuell die Möglichkeit, unser Netzwerk kurzfristig auszuweiten bzw. umzusteuern.

Wie ist die Situation rum um die PaketShops?

Am 16.3. hat die Bundesregierung mitgeteilt, dass zahlreiche Geschäfte und Einrichtungen geschlossen werden. Ggf. fragen Sie sich, welche Auswirkungen dies auf die PaketShops hat? Können Kunden jetzt keine Sendungen mehr dort abgeben? Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, hat die Bundesregierung auch mitgeteilt, dass Geschäfte wie der Einzelhandel für Lebensmittel, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Reinigungen etc. nicht geschlossen werden sollen. Wir gehen derzeit davon aus, dass 70-80% unserer bundesweit über 16.000 PaketShops weiterhin geöffnet bleiben, weil sie in Einrichtungen für die Grundversorgung integriert sind. Hier wird es Stand heute zu einer deutlich stärkeren Nutzung kommen. Daher ist es wichtig, dass die PaketShop-Betreiber den Zutritt der Kunden steuern und sicherstellen, dass Warteschlangen vermieden werden. Wir unterstützen die Shop-Betreiber hier bestmöglich in der Umsetzung und informieren kontinuierlich über erforderliche Hygienemaßnahmen.

Hat sich die Situation an der Haustür, mit dem Kunden verändert? (Unterschreiben mit dem Stift, Übergabe der Pakete)

Als Paketdienstleister können wir in der aktuellen Situation einen wichtigen Beitrag leisten, indem wir die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit unserer Dienstleistung unterstützen. Unsere oberste Priorität ist es, eine Ansteckung unserer Mitarbeiter*innen, Servicepartner*innen und der Zusteller*innen zu vermeiden. Gleichermaßen gilt es, unsere Kund*innen bestmöglich zu schützen und dazu beizutragen, die weitere Verbreitung des Virus in Deutschland insgesamt einzudämmen.

Jeder Kunde kann seine Lieferung ohne jeglichen physischen Kontakt erhalten.

Unsere digitale Lösungen tragen dazu bei, das Kunden die Wahlmöglichkeit haben, ob sie ihre Sendung persönlich entgegennehmen oder an einen WunschAblageort zustellen lassen. Mit der Paketlieferung vor die Wohnungstür, in die Gartenlaube, Garage oder einen anderen sicheren Ablageort erfolgt die Zustellung ohne einen persönlichen Kontaktpunkt. Auch die Quittierung des Sendungserhalts auf dem Scanner entfällt damit.

Kund*innen können ihr Paket direkt aus der Paketankündigung des Händlers, über die Hermes App oder die Sendungsverfolgung an einen WunschAblageort umleiten. Wer seine Pakete dauerhaft an einem WunschAblageort zugestellt bekommen möchte, kann dies hier beauftragen: https://www.myhermes.de/service/dauerhafter-wunschablageort/

Um Kund*innen bereits bei ihrer Online-Bestellung verstärkt auf diese Möglichkeit aufmerksam zu machen, sind wir bereits im engen Austausch mit den Versendern.

Die aktuelle Situation ist für uns alle neu. Unser Ziel ist es, unseren Zustellservice bestmöglich darauf auszurichten, um in der Coronakrise die Gesundheit unserer Zusteller*innen und Kund*innen zu schützen. Daher sind wir derzeit dabei, eine weitere digitalunterstützte und den aktuellen Bedürfnissen gerecht werdende Lösung für eine kontaktlose Paketannahme zu entwickeln, und planen, diese in Kürze auf den Markt zu bringen.

Ist ggf. ein Anstieg der Paketmengen zu erwarten?

Bitte beachten Sie, dass alle Entwicklungen im Kontext Coronavirus momentan äußerst dynamisch sind, so dass sich unsere jetzt aktuellen Angaben ggf. nach kurzer Zeit relativieren können. Stand heute haben wir keine Indizien dafür, dass die Corona-Krise die Sendungsmengen zusätzlich erhöht. Bei einer weiter steigenden Anzahl der Infektionsfälle ist aber vom strukturellen Vorteil des Onlinehandels auszugehen, Waren direkt ins Haus gesandt zu bekommen und damit Kontakt zu anderen Personen im stationären Handel zu vermeiden. Als Paketdienstleister können wir in der aktuellen Situation einen wichtigen Beitrag leisten, indem wir die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit unserer Dienstleistung unterstützen.

 

Vielen Dank! Aktuelle Informationen stellt Hermes außerdem auf seiner Website bereit.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


Kommentare

#5 Jan 2020-03-24 12:38
Moin zusammen.
Wie wäre es sich einfach nach Erhalt eines Paketes die Hände zu waschen?
Problem erledigt!
Seid doch lieber dankbar, dass die Branche und vor allem die Boten für unser aller Versorgung weiter arbeiten!
Mein Dank ist Ihnen sicher!!!

Herzliche Grüße aus dem Ruhrgebiet
#4 Kara 2020-03-20 10:27
Es gibt aber auch Menschen, die genau das Gegenteil sind, ich finde, die Menschen sollten in so einer Krise auch nur wirklich notwendiges bestellen, aber es wird ein neues Sofa, ein Schrank, eca usw bestellt, und am Besten noch mit Aufbau, obwohl ja Kundenabstand angeordnet ist, und wer denkt denn schon an die Lieferanten, welche die großen Sachen, wie Waschmaschine und Co immer noch direkt in die Wohnungen liefern sollen, bei einer Firma mit 20 Autos und täglich mindestens 30 Kunden, das sind 600 Kunden am Tag, 12000 Kunden im Monat, und wenn ein Liefergebiet nur 120 000 Einwohner hat, davon auch schon Infizierte, so ist das Risiko für die Lieferanten sehr hoch sich zu infizieren, und ob da ein bisschen Desinfektionsmi ttel, Mundschutz ausreichend schützen???
Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sich ein Lieferant infiziert und somit andere weiter infiziert, wenn die Leute weiter ihre Sachen direkt in die Wohnung und möglichst noch mit Aufbau geliefert haben wollen.
Den Aufbauservice gibt es jetzt nicht mehr, wegen der erhöhten Ansteckung Gefahr.
Ich glaube auch nicht, dass zB. übertrieben gesagt, in einem Zuliefergebiet bei 12000 Leute ausgerechnet jetzt gleichzeitig die Waschmaschinen futsch gehen, also ich als Risikopatient habe Angst, dass mein Mann(Lieferant) sich und dann mich infiziert,
Für mich wäre es ein Todesrisiko
#3 Peter 2020-03-19 22:56
Bei der Forderung, der Paketzusteller solle die Zustellung selbst unterschreiben, bitte ich zu bedenken, dass es damit keinerlei gerichtsfeste Zustellbeweise mehr geben würde. Schon heute beschweren sich manche Kunden im Internet, sie hätten Pakete nie erhalten und auf den zur Prüfung angeforderten Zustellbelegen hätte irgendwer eine beliebige Unterschrift draufgemalt. Wenn das zum Standard würde, wie soll dann auch nur eine einzige Zustellung noch nachgewiesen werden können?

Kunden, die einen Paket-Abstellor t beantragen, haben dieses Problem sowie. Aber immerhin wählen sie das Waren-Verlustri siko, mangels überprüfbarem Nachweis, selbständig. Niemand wird dazu gezwungen.

Wenn ich davon ausgehen würde, dass die Nutzung des Schreibstiftes mir unweigerlich den Virus beschert, so würde ich auch nichts mit einem fremden Stift unterschreiben. Allerdings wäre das nächste Problem dann das Anfassen des Paketes...

Somit bleibt eigentlich als Fazit nur die Entscheidung, entweder unterschreiben oder nichts bestellen und dann aber hoffen, dass die Ware im Laden niemand angefasst hat... Wie man es auch dreht und wendet, es gibt nun mal leider keine verlässliche Sicherheit.
#2 Sonja 2020-03-19 12:43
Ich habe gerade die selbe Erfahrung gemacht. Ohne eigenhändige Unterschrift auf dem Gerät des Boten kein Paket. Garniert mit dem Spruch, ich wisse ja, dass Krise sei, also was bestelle ich dann überhaupt etwas...
#1 Martina Specht 2020-03-19 10:26
Sehr geehrte Damen u. Herren,

zunächst einmal herzlichen Dank an alle, die uns helfen, dass wir nach wie vor Ware bestellen können.
Ich habe heute ein Päckchen für meinen Mann erhalten. Der Zusteller wollte, daß ich auf dem Scanner mit dem Finger unterschreibe. Als ich das verneinte, holte er einen Stift heraus. Ich sagte, dass wir Kunden wegen Corona momentan nicht unterschreiben sollen, sondern daß das die Paketdienstleis ter selber tun. Wenn das Paket auf der Terrasse oder einem anderen Ort abgelegt wird, erhält der Bote ja auch keine Unterschrift.
Mein Bote wollte das nicht akzeptieren und die Ware wieder mitnehmen. Wir haben dann ein Kompromiss gefunden und ich habe meinen Stift zur Unterschrift genutzt.
Ich weiß, dass die Vorgehensweise wegen Corona noch relativ neu ist. Aber sorgen Sie bitte dafür, dass wirklich ALLE Boten diese Info bekommen und auch verstehen. Damit unnötige Diskussionen, die viel Zeit kosten, vermieden werden können.

Liebe Grüße aus Leverkusen



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