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Modehändler Zalando will den Versand nachhaltiger machen und dafür wiederverwertbare Verpackung testen. Dabei setzt das Unternehmen auf die Kooperation der Kunden.

Zalando Karton
LMWH/shutterstock.com

Der zunehmende E-Commerce spiegelt sich nicht nur in den vollen Straßen und überlasteten Zustellern wieder, auch der Berg an Verpackungen wird immer größer. Genau da will Zalando jetzt ansetzen und künftig nachhaltiger arbeiten. „Wir planen einen Piloten für eine wiederverwertbaren Verpackung. Der Kunde kann den Transportträger, also den Karton oder die Versandtasche, an uns zurücksenden und wir können ihn dann erneut nutzen – und dabei gilt natürlich: je häufiger, desto besser für die Umwelt“, erklärt Uwe Streiber, Teamleiter Verpackungsmanagement bei Zalando laut einer Meldung gegenüber der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. 13 Prozent der CO2-Emissionen bei Zalando entstehen im Bereich der Verpackungen, dies soll mit den wiederwertbaren Kartons reduziert werden.

Bereits in der zweiten Jahreshälfte will Zalando einen Pilottest in mehreren Ländern starten.

Papier statt Plastik

Außerdem will der Online-Händler auch bei seinen Beauty-Produkten eine nachhaltige Strategie fahren und die Waren künftig nicht mehr in Plastikverpackungen verschicken, sondern auf Papier setzen. „Wir wollen eine bessere Lösung als die Polybeutel finden, in denen die Kleidung heute in der Regel eingeschweißt ist“, so Melanie Hultsch, bei Zalando verantwortlich für das Thema Nachhaltigkeit. „Retournierte Artikel verpacken wir selbst wieder in Polybeutel – das ist der Hebel, an dem wir ansetzen können, indem wir zum Beispiel Papieralternativen ausprobieren oder wie schon jetzt recycelte Kunststoffe verwenden.“

Gebühren für ein bewussteres Kaufen?

In den vergangenen Monaten gab es bereits einige drastische Änderungen hinsichtlich der Lieferungen bei Zalando. So hat der Fashion-Händler den Gratisversand in einigen Ländern gestoppt und Gebühren eingeführt. In Italien, dem ersten Land in dem Zalando diesen Schritt gegangen ist, begründete das Berliner Unternehmen die Einführung der Liefergebühren mit dem Einkaufsverhalten der Italiener, die ihre gewünschten Artikel oft einzeln bestellen. In den letzten Wochen wurde der Gratisversand dann auch in Großbritannien, Irland und Spanien gestoppt. Dabei ist Zalando nicht das einzige Unternehmen, bei dem die Gratismentalität scheinbar ein Ende hat. Konsumenten könnten durch diese neuen Regelungen ein Stück weit getrimmt werden, bewusster einzukaufen und auf mehr Nachhaltigkeit und bedachteres Online-Shopping zu setzen.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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