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Die Briefkästen der Berliner sind in den letzten Wochen oft leer geblieben, sehr zum Leidwesen der Bürger. Da die Deutsche Post aktuell mit massiven Verspätungen zu kämpfen hat und sich die Beschwerden immer mehr häufen, musste sich jetzt sogar die Bundesnetzagentur einschalten.

Frau und Briefkasten
© l i g h t p o e t / shutterstock.com

Der Weg zum Briefkasten ist für viele Berliner aktuell mit viel Ärger verbunden, denn oft bleibt dieser leer. Grund dafür sind die massiven Verspätungen, die die Deutsche Post zurzeit bei der Briefzustellung hat. Da sich die Beschwerden darüber jetzt häufen, musste sich sogar die Bundesnetzagentur dem Fall annehmen. „Mit dieser Anzahl massiver Beschwerden ist Berlin zurzeit ganz klar ein Sonderfall“, bestätigt Olaf Peter Eul, Sprecher für Energie, Stromnetzausbau und Post der Bundesbehörde, in der Welt. Von der Postuniversaldienstleistung, die Briefe „mindestens einmal werktäglich“ zuzustellen, ist die Deutsche Post aktuell weit entfernt.

Krankheit, Sturmschäden, zu wenig Mitarbeiter

Die Gründe, warum es bei der Deutschen Post aktuell nur schleppend in der Zustellung läuft, sind vielfältig. Einer der größten Hindernisse ist der Krankenstand der Mitarbeiter. „In manchen Bezirken sind bis zu 20 Prozent der Mitarbeiter krank“, sagt Thomas Cosmar, Ver.di-Vorsitzender für den Bezirk Berlin. Aus diesen Krankheitsfällen ergibt sich ein Teufelskreis, da andere Kollegen oft die Gebiete der ausgefallenen Mitarbeiter übernehmen müssen. Da dies allerdings in einer Schicht kaum zu schaffen ist, steigt der Stresslevel bei den Zustellern, was wiederum zu psychischen Problemen und weiteren Krankheitsfällen führt.

Auch habe man nach wie vor mit den Auswirkungen von Sturm Xavier zu kämpfen, da Straßensperrungen Zustellungen erheblich erschweren oder sogar unmöglich gemacht haben. Dennoch fordert die Bundesbehörde die Deutsche Post dazu auf, die tägliche Briefzustellung zu garantieren. „Wir erwarten, dass die Deutsche Post trotz besonderer Ereignisse wie Krankenständen oder Unwettern sicherstellt, dass Haushalte ihre Briefe erhalten“, so Eul. Auch der Mitarbeiternotstand lässt viele Berliner aktuell in leere Briefkästen schauen. Allerdings ist die Deutsche Post „weiterhin intensiv auf der Suche nach geeigneten neuen Mitarbeitern“, heißt es von der Pressesprecherin.

Pilotprojekt mit Einmalzustellung

Kunden, die unter der verzögerten Zustellung leiden, haben leider kaum Chancen ihre Briefe schneller zu erhalten. Außer Warten haben die Empfänger nicht viele Möglichkeiten. Zwar können sie die Bundesnetzagentur kontaktieren und sich beim Kundenservice der Deutschen Post beschweren, doch das wird die Zustellung auch nicht beschleunigen. „Nach den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutschen Post hat der Kunde keinen Anspruch auf eine schnelle Zustellung“, heißt es von der Verbraucherzentrale Berlin.

Zurzeit testet die Deutsche Post außerdem ein neues Pilotprojekt, bei dem freiwillige Kunden nur Samstags bzw. an drei Wochentagen ihre Post gesammelt erhalten. Der Test soll noch bis Dezember laufen.

 

/ Geschrieben von Corinna Flemming


Kommentare

#4 Bill 2017-12-05 20:23
Die meisten Zusteller machen ihre Arbeit gerne ( ich rede aus Erfahrung) schwarze Schafe gibt es überall. Natürilch kann man mit Magenverstimmun g arbeiten gehen sofern im Notfall eine Toilette vorhanden ist auch mit einer Blasenentzündun g oder nach einer Zahn OP. Muss man allerdings zwischen 12 und 20 km täglich runterspulen das bei jedem Wetter dazu noch Gewicht schleppen die Kisten hochheben und verladen und das bis zu 30 Kisten am Tag plus Werbung ist man bei dieser schwer körperlichen Arbeit gezwungen zuhause zu bleiben da es einfach nicht machbar ist. Arbeitet man in geschlossenen Räumen und hat ne Toilette ums Eck ist das was ganz anderes gar nicht davon zu reden dass man evtl .einen recht gemütlichen Bürostuhl unter seinem Hintern hat. Einfach mal an nur 3 Tagen 7 Std. am Tag hintereinander bei nasskalten Wetter im Schnellschritt 10km laufen natürlich ohne Wagen ohne Gewicht und ohne etwas suchen zu müssen u.s.w. Die meisten Zusteller beginnen morgen um 6 und arbeiten bis 18. Viel Freizeit bleibt da nicht mehr zumal man in den kalten Monaten total kaputt nach Hause kommt (Kalt-Warm Effekt) und spätestens um 22 ins Bett MUSS um am nächsten Tag wieder fit zu sein. 4 Stunden am Tag übrig für einkaufen ,putzen, kochen ,Wäsche ,Termine ?? u.s.w. das demotiviert auf Dauer und macht krank. Das Gehalt wird auch immer diskutiert und meisten falsch dieses wird bemessen nach Jahren der Firmenzugehörig keit, Entgeld und Gruppenstufen.
#3 Maria 2017-10-25 19:05
Das alles kann man nur bestätigen, denn vor Zeiten kam die Post Morgens, inzwischen kommen sie bei uns Nachmittags zwischen 15:00 und 16:00 Uhr, das kann doch nicht wahr sein!!
#2 Wolfgang 2017-10-16 17:50
Auch bei uns in Hamburg werden in vielen Stadtteilen sehr selten Post zugestellt. Das macht uns onlinehändlern große Probleme und die ebay Kunden trafeb uns ab, da ja ebay gerade bei Warensendungen sehr enge Liefertermine vorgibt. Und die Kunden glauben das auch noch. Sehr naiv.

Auch glaube ich, das viele Postboten nicht richtig krank sind. Ich sage mal offen; viele spielen krank und das nur wenn sie Schnupfen haben oder der Magen mal brummt. Der Arbeitsplatz ist ja relativ sicher. Natüröich kann man auch mehr Mitarbeiter (Springer) einstellen. Aber dann verdienen sie nicht mehr so viel und die Managergehälter müssen gekürzt werden. Wer will, kann das leidige Problem der Zustellung beheben, aber man muss es halt wollen und nicht immer neue Zustellversuche machen.

Beschwerden bei der Bundesnetzagent ur nutzen überhaupt nichts, den so etwas nach dem Motto : eine Rähe hackt der anderen kein Auge aus. Ich habe noch nie erfahren, das die Post abgetraft wird. - es ist ja auch auf dem Briefbereich kein Wettbewerb vorhanden.
#1 P.U.Baer 2017-10-16 11:47
Es wäre ja schon schön, wenn die Briefe überhaupt irgendwann noch ankommen werden. Bei mir ist eine wichtige Sendung seit über 14 Tagen verschwunden. Langfinger? Schlamperei? Liegengeblieben ? Ich weiß es nicht. Nachforschungsa ntrag ist gestellt. Die Beschwerde bei der Bundesnetzagent ur folgt garantiert.



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