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Amazon fliegt Kassel nicht mehr an, Hermes und Mercedes arbeiten noch enger zusammen und der Immobilienkonzern Vonovia will die DHL Paketkästen in seine Mietshäuser einbauen. Neben diesen Themen bietet der neuste Logistik-Newsflash auch noch Nachrichten zum Thema Lkw-Platooning und zur HHLA.

Amazon Prime Air Flugzeug
Screenshot, YouTube-Video © About Amazon

Amazon: Keine Frachtflüge mehr nach Kassel

Amazon scheint an seinem internationalen Logistik-Konzept zu basteln. Und das hat Auswirkungen. Denn seit Montag starten und landen keine Maschinen für Amazon auf dem Airport Kassel-Calden mehr. Der Online-Riese hat scheinbar sehr kurzfristig das Ende für die Zusammenarbeit an die Geschäftsführung des Flughafens kommuniziert. Bisher steuerten die Frachtmaschinen den Regionalflughafen in Nord Hessen fünf Mal die Woche an (Montag bis Freitag). Mit der Absage Amazons hat sich die Zahl der Frachtflüge dort halbiert, bestätigte Flughafensprecherin Natascha Zemmin am Dienstag gegenüber verkehrsrundschau.de. Seit 2016 gehört Luftfracht zu den wachsenden Geschäftsfeldern des Airports, die transportierte Menge verzehnfachte sich auf 1862 Tonnen.

Hermes und Mercedes-Benz Vans fixieren Partnerschaft

Nach dem bereits im März bekannt wurde, dass Hermes seine Fahrzeugflotte auf Elektro-Lieferwagen umrüsten und dafür 1.500 Wagen von Mercedes-Benz einsetzen wolle, haben beide Unternehmen nun einen Vertrag über eine strategische Partnerschaft zur Entwicklung von Technologien und Dienstleistungen für die Fahrzeugflotte des Handels- und Logistikdienstleisters geschlossen. Zudem wurden die Umsetzungspläne der Partnerschaft konkretisiert: 2018 beginnt in Hamburg und Stuttgart die Pilotphase. Nach Abschluss soll die Zusammenarbeit auf Ballungsräume im gesamten Bundesgebiet ausgeweitet werden.

Die Zusam­menarbeit geht aber noch weiter: Sie umfasst auch die gemeinsame Erarbeitung eines Konzepts für eine effiziente Lade-Infrastruktur in den Logistikzentren von Hermes und IT-Dienste zur optimalen Steuerung der Elektroflotte. Im Großen und Ganzen  beabsichtigen die Partner die Entwicklung von Gesamt­systemlösungen zur Steigerung der Effizienz über den gesamten Zustellungs­prozess.

Paketkästen: Immobilienkonzern plant DHL Paketkästen in Mietshäusern

Es gibt neue Entwicklungen im Bereich Paketboxen. Wie der Immobilienkonzern Vonovia jetzt bekannt gegeben hat, sollen Paketboxen der DHL in den Kellern der Mietshäuser eingebaut werden. Bei dem neusten Vorstoß handelt es sich um die Ausweitung des 2016 in Berlin gestarteten Pilotprojekts. Bisher, so heißt es bei pr-online.de, sei jedoch noch nicht klar, ob der neue Service für die Mieter kostenpflichtig werde. Die Paketkästen sind deshalb eine spannende Alternative für die letzte Meile, da der DHL-Zusteller die Pakete immer hinterlegen kann – auch wenn der Paketempfänger nicht zuhause ist. Die Sendungen können dann von den Mietern jederzeit in Empfang genommen werden. Auch Retouren und andere Pakete könnten in den Boxen für den Versand hinterlegt werden.

Lkw-Platooning: A9 wird zur Teststrecke

Es wird Ernst in puncto Platooning. Wie logistik-heute.de berichtet, wollen MAN und DB Schenker ab 2018 das Platooning im Regelbetrieb testen. Der jetzt unterzeichnete Kooperationsvertrag sieht vor, dass bei den vernetzten Lkw-Kolonnen erstmals keine Testfahrer, sondern Fahrer von DB Schenker am Steuer sitzen. Die Teststrecke wird auf dem sogenannten Digitalen Testfeld Autobahn auf der A9 verlaufen. Die aus jeweils zwei Lkw bestehenden Platoons werden zu Beginn noch ohne Ladung fahren. Grund: Zuerst sollen die Fahrbedingungen im alltäglichen Verkehrsfluss untersucht und die am Projekt beteiligten Fahrer in der Bedienung der Fahrzeuge und den fahrtechnischen Besonderheiten geschult werden. Läuft alles nach Plan, sollen die Lkw mit Ladung ausgestattet und die Frequenz der Fahrten erhöht werden.  

HHLA: 10 Prozent mehr Containerumschlag in Q1

Und zum Abschluss noch die Geschäftszahlen der HHLA (Hamburger Hafen und Logistik AG). Im ersten Quartal 2017 konnte die HHLA den Umsatzerlös im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent auf 305,1 Millionen Euro steigern. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 4,2 Millionen Euro auf 45,2 Millionen Euro und lag damit ebenfalls über dem Vorjahreslevel. Hintergrund der gestiegenen Werte ist der Anstieg des Containerumschlags. Im Vergleich zum Q1 2016 wurden 10,3 Prozent mehr Container umgeschlagen (insgesamt 1,8 Millionen Standardcontainer). Aufgrund der guten Geschäftszahlen korrigierte das Unternehmen nach Angabe von transport-online.de die Prognose für das Geschäftsjahr 2017 nach oben. Man erwartet nun ein Betriebsergebnis von 140 bis 170 Millionen Euro.

/ Geschrieben von Julia Ptock


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