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Amazon und Zalando wollen ihren deutschen Kunden künftig die Option der gebündelten Lieferungen anbieten. Das soll Verpackungsmüll und Zustellfahrten einsparen.

Offenes Amazonpaket
Hadrian / shutterstock.com

Der sogenannte „Amazon-Tag“ kommt nun auch nach Deutschland. Mit dem neuen Service ermöglicht der Online-Händler Amazon seinen Kunden, mehrere Bestellungen in einer Lieferung zu bündeln und für die Zustellung einen Wunschtag in der Woche auszuwählen. Das Unternehmen habe nach Informationen der Wirtschaftswoche entsprechende Tests betätigt. Allerdings profitieren von der neuen Möglichkeit wie so oft nur die Bezahlmitglieder mit einem Prime-Account. Offiziell heißt es, Amazon prüfe aktuell „unterschiedliche Programme, die es Prime-Mitgliedern ermöglichen, die Zustellungszeit zu steuern“.

In den USA können Prime-Kunden bereits seit mehreren Monaten die Bündelung ihrer Bestellungen nutzen, damit sollen unter anderem der Verpackungsmüll und die Zustellfahrten reduziert werden. Bestellungen, die bis zwei Tage vor dem gewünschten Lieferdatum bei Amazon eingehen, werden dann in ein großes Paket gepackt und auf die Reise geschickt. Durch die gezielte Angabe des Wunschtages durch den Kunden steigt außerdem die Chance, dass dieser zum Liefertermin auch anzutreffen ist. Damit werden auch weitere Zustellversuche unnötig.

Zalando forciert das „One-Parcel-Principle“

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch Zalando. Der Berliner Fashion-Händler hat erst kürzlich die eigene Nachhaltigkeitsstrategie „do.MORE“ angekündigt, im Rahmen derer man sich zur Klimaneutralität bei den Lieferungen und Retouren verpflichtet. Um die Umweltbilanz zu verbessern, versucht der Modehändler unter anderem externe Marken, die über Zalandos Plattform verkaufen, davon zu überzeugen, den eigenen Logistik-Service Zalando Fulfillment Solutions zu nutzen. „Dadurch sind wir in der Lage, die Kundenlieferung für unsere Modepartner vom Wareneingang bis zur Retourenbearbeitung zu übernehmen“, wird das Unternehmen bei der Wirtschaftswoche zitiert. Zusätzlich ließe sich dadurch das „One-Parcel-Principle“ besser umsetzen: „Eine Bestellung, ein Paket, eine Lieferung“, erklärt eine Unternehmenssprecherin. Eine derartige Bündelung steigert „nicht nur den Komfort für unsere Kunden, sondern wirkt sich auch positiv auf den CO2-Fußabdruck aus“.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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