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Der Lkw-Fahrermangel wird in Deutschland in den kommenden Jahren zu einem spürbaren Problem werden. Dies hat nun auch die Politik erkannt. Zusammen mit dem BGL-Hauptgeschäftsführer, Prof. Dr. Dirk Engelhardt, hat der SPD-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende verkehrspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Udo Schiefner, am Autobahnrasthof Frechen Nord Lkw-Fahrer, was sie bewegt.  

BGL Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Dirk Engelhardt (rechts) gemeinsam mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Udo Schiefner (2.v.re.)  bei einer Fahrerbefragung auf dem Autobahnrasthof Frechen Nord
BGL Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Dirk Engelhardt (rechts) gemeinsam mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Udo Schiefner (2.v.re.) bei einer Fahrerbefragung auf dem Autobahnrasthof Frechen Nord | © BGL

Die Suche nach Berufskraftfahrern wird zunehmend zum Problem. Das Frachtaufkommen steigt, doch viele Lkw-Fahrer gehen in Rente – der Nachwuchs bleibt aus. Dass sich heute nur noch wenige junge Menschen für den Job als Lkw-Fahrer interessieren, liegt auch an dem Image des Jobs.

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) kämpft schon seit Jahren dafür, Lkw-Fahrern Gehör zu verschaffen. Nun scheinen die Bestrebungen zu fruchten: Zusammen mit GL-Hauptgeschäftsführer, Prof. Dr. Dirk Engelhardt, hat der SPD-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende verkehrspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Udo Schiefner, am Autobahnrasthof Frechen Nord Lkw-Fahrer, Lkw-Fahrer zu ihrer Situation und zu ihren Wünschen befragt.   

Lkw-Fahrer wünschen sich mehr Wertschätzung

Die persönliche Fahrerbefragung am Rasthof ist dabei Teil einer groß angelegten Online-Umfrage, die noch bis zum 05. Juni 2018 läuft. Diese wird im Zusammenhang mit den Verhandlungen zum EU-Mobilitätspaket durchgeführt. Das Ziel der Umfrage ist dabei Grundlagenarbeit: Der BGL will direkt von den Lkw-Fahrern wissen, was notwendig ist, um die berufliche Situation der Lkw-Fahrer zu verbessern und den Fahrerberuf attraktiver zu machen. Die Umfrageergebnisse sollen dann der EU-Kommission zugänglich gemacht werden, damit diese in die Beratung rund um das EU-Mobilitätspaket mit einfließen können.

Die ersten Ergebnisse der Vor-Ort-Befragung zeichnen ein sehr eindeutiges Bild. Lkw-Fahrer wünschen sich demnach mehr Wertschätzung, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, mehr Flexibilität bei Lenk- und Ruhezeiten sowie mehr freie und sauberere Parkplätze.

„Aber kaum jemand hat bisher die Betroffenen selbst gefragt.“

Prof. Dr. Dirk Engelhardt kritisiert dabei, dass in der aktuellen Debatte zum Mobilitätspaket viele der handelnden Akteure aus Politik, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden glauben, dass sie wüssten, was die Lkw-Fahrer wirklich wollen. „Aber kaum jemand hat bisher die Betroffenen selbst gefragt. Mit unserer Umfrage wollen wir genau das nachholen“, erklärt er. Die Beteiligung der Politik durch Udo Schiefner freut dabei nicht nur ihn selbst. Auch bei den Fahrern kam es gut an, dass ihnen „jemand aus der Politik ein offenes Ohr schenkt.“

Schiefner setzt sich bereits seit Längerem für die Anliegen der Branche ein und teilt die Meinung von Engelhardt, dass man die Fahrer direkt zu Wort kommen lassen muss, um herauszufinden, was sie umtreibt und wo sie Probleme sehen. „Ich freue mich daher, dass der BGL diese Umfrage macht und war gern bereit, selbst einen Tag auf dem Rasthof zu verbringen, um mit den Fahrern ins Gespräch zu kommen“, sagt Schiefner.

/ Geschrieben von Julia Ptock


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