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Schon bald sollen nach Ansicht von Google Lebensmittel mithilfe von Drohnen an die Kunden geliefert werden. David Vos, CEO von Googles Drohnenprojekt, meint, dass ein Start vielleicht sogar schon in einem Jahr möglich wäre. Dabei scheint dem Vorhaben jedoch noch der Beschluss einer wichtigen Behörde im Weg zu sein.

Drohne liefert Paket

© Mopic - Fotolia.com

Die Lieferung per Drohne – eine zukunftsfähige Transportmöglichkeit oder lediglich ein Wunschtraum vieler Unternehmen? Diese Frage wird uns wohl noch eine ganze Weile beschäftigen. Wenn man jedoch nach dem Suchmaschinenriesen Google geht, gibt es auf diese Frage nur eine Antwort: Bei den Drohnen handelt es sich definitiv um eine, wenn nicht sogar die Liefervariante der Zukunft.

Wie sehr Google insbesondere auf die fliegende Drohnenvariante setzt, verdeutlichen nun Aussagen von David Vos, CEO von Googles Drohnenprojekt „Project Wing“, die von CNN aufgegriffen wurden. Dabei sind die Kernaussage und das Komplettziel von Vos als relativ simpel zu bezeichnen: „Menschen und Dinge auf einer effizienten Art und Weise transportieren.“ Vos denkt, dieses Ziel sogar innerhalb der kommenden ein bis drei Jahre erreichen zu können. Dabei meint er insbesondere die Lieferung von Lebensmitteln, die Google auf diesem Weg an die Kunden bringen will.

Drohnen eine Gefahr für den gesamten Luftverkehr?

Eines der größten Hindernisse stellt weiterhin der Luftraum dar, der von vielen als bereits sehr belebt bezeichnet wird und die zusätzlichen Drohnen deswegen ein Risiko für die Objekte sein könnten. Vos hält jedoch recht trocken dagegen: „Es gibt genug Platz, der völlig unbesetzt ist.“ Zusätzlich soll Google an Technologien arbeiten, die ermöglich sollen, die Drohnen noch sicherer als die allgemeine Luftfahrt zu machen.

Gegen die ehrgeizigen Pläne von Google sprechen derzeit noch die Prognosen der FAA, die den US-amerikanischen Luftraum regelt, was auch die Drohnen miteinschließt. Diese wollen noch in diesem Jahr Regeln für den Verkehr von kommerziellen Drohnen veröffentlichen. In einem frühen Entwurf heißt es, dass diese lediglich innerhalb des Sichtradius des Anwenders fliegen dürfen. Eine derartige Regelung würde das Vorhaben von Google, vielleicht sogar schon im nächsten Jahr bei der Lieferung von Lebensmitteln auf Drohnen zu setzen, erheblich erschweren und nahezu unmöglichen machen.

/ Geschrieben von Christian Laude


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