Welcher ist der beste KEP-Dienstleister hierzulande? Stiftung Warentest ist dieser Frage jetzt nachgegangen und konnte einen Sieger küren.

Paketübergabe
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Zu den hiesigen Paketdiensten hat wohl jeder Verbraucher seine eigene, subjektive Meinung. Eine schlechte Erfahrung mit einem Zustellunternehmen und schon scheint das Vertrauen in den Dienst komplett futsch zu sein. Die Stiftung Warentest hat sich nun daran versucht, den besten KEP-Dienst in Deutschland zu finden und hat DHL, DPD, GLS, Hermes und UPS einem großen Test unterzogen. 

Dabei wurde im Praxistest untersucht, ob Lieferungen pünktlich und heil ankommen. Auch auf die Werte der jeweiligen Unternehmen hat die Stiftung Warentest geschaut. Der Sieger dieser Untersuchung ist wenig überraschend.

DHL geht als Gesamtsieger hervor

Getestet wurden die Unternehmen mit jeweils zehn Testpaketen, die zerbrechliche Inhalte enthielten. Alle waren sicher verpackt und einem Falltest aus 81 Zentimetern unterzogen. Wie die Stiftung Warentest bestätigte, kam ein Großteil der Bestellungen unversehrt und pünktlich an. Lediglich bei drei Sendungen ging der Inhalt zu Bruch, zweimal bei GLS und einmal bei UPS. Verspätungen gab es bei Hermes. Der KEP-Dienst lieferte zwei Pakete später als angekündigt.

Wenig überraschend ging DHL als Gesamtsieger hervor. Der Bonner Konzern konnte eine Gesamtnote von 2,2 erreichen, das Versenden wurde aufgrund des dichten Filialnetzes besonders hervorgehoben. Vereinzelte Probleme gab es lediglich beim Umleiten von Sendungen. Die besten Noten bekam die DHL dafür beim Thema Informationen, Schutz von persönlichen Daten sowie den Geschäftsbedingungen.

DPD (Note 2,6) und Hermes (2,9) konnten sich die Plätze zwei und drei sichern und schnitten immerhin mit einem „befriedigend“ ab. Bei beiden Diensten klappte das Verschicken ohne Probleme und auch die Ware kam heil an. Lediglich Hermes lieferte zwei Sendungen verspätet. Die Tester von Stiftung Warentest hoben bei DPD besonders das enge Ankündigungszeitfenster sowie die Möglichkeit, den Lieferwagen live zu verfolgen, hervor.

Schlusslichter GLS und UPS

Für ein „ausreichend“ reichte es nur für GLS (3,6) und UPS (3,7). Bei beiden ging der Paketinhalt zu Bruch (UPS einmal, GLS zwei Mal). Bei letzteren machte auch die Schadensmeldung Probleme. Während in einem Fall auf den Absender verwiesen wurde, meldete sich GLS in einem anderen Fall erst gar nicht zurück. UPS konnte die Tester vor allem in den Punkten Versenden und Empfangen nicht überzeugen.

Auch Amazon wurde mit zehn Paketen unter die Lupe genommen. Allerdings konnte hier nur der Empfang der Sendungen geprüft werden, deswegen vergaben die Tester keine Gesamtnote für den Online-Händler.

Unternehmensverantwortung ebenfalls im Fokus

Neben dem eigentlichen Paketversand und -empfang standen auch die soziale und ökologische Unter­nehmens­ver­antwortung der KEP-Dienste im Fokus der Untersuchung. Auch hier konnte die DHL das Rennen für sich entscheiden. Besonders beim Thema Umweltschutz lag der Konzern vorn, auch dass größtenteils auf Subunternehmen verzichtet wird und man bessere Löhne als die Konkurrenz zahlt, wirkte sich positiv in der Bewertung aus. Die anderen Zustelldienste kamen hier nicht über ein „befriedigend“ hinaus.

Positiv aus dem aktuellen Test ist zu entnehmen, dass sich die Branche in den vergangenen Jahren deutlich gebessert hat. Als die Stiftung Warentest das letzte Mal im Jahr 2014 die Paketdienste einem solchen Test unterzogen hat, wurden noch drei von fünf Unternehmen die Note „mangelhaft“ gegeben.

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/ Geschrieben von Corinna Flemming




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