Flaconi hat in seinem neuen Versandzentrum in Sachsen-Anhalt den Betrieb gestartet, in dem ab Mitte des Jahres sämtliche Bestellungen abgefertigt werden sollen.

Flaconi Logistikzentrum Halle Paket
© Flaconi

Bereits am 12. April hat der Online-Händler für Beauty-Produkte Flaconi begonnen, Bestellungen aus dem neuen Logistikstandort in Halle an der Saale zu versenden. Derzeit würden erste Bestellungen bei Flaconi an Kunden in Deutschland, Österreich und Polen versandt. 

Ab Mitte des Jahres soll das komplette Bestellvolumen allein über diesen Standort abgewickelt werden. Dies betreffe Sendungen von über 850 internationalen Marken und 55.000 Produkten, die die Beauty-Plattform derzeit im Angebot habe, informierte das Unternehmen.  

Abfertigung von über Hundertausend Bestellungen pro Tag geplant

In dem 28.000 Quadratmeter neuen „State of the Art Logistikzentrum“ arbeiten derzeit 185 Beschäftigte, ab Mai sollen 65 weitere hinzukommen. Um den Betrieb auch unter Corona-Bedingungen möglichst sicher zu gestalten, wurden zwei Teststationen im Warenein- und Ausgang umgesetzt und ein mobiles Testzentrum von Halle beauftragt, sodass Flaconi zwei mal pro Woche einen Covid-19-Schnelltest anbieten könne. Zudem gehören Abstands- und Pausenregelungen, Maskenpflicht sowie ggf. auch der Einsatz von FFP2-Masken zum Standard.

Langfristig sollen 900 Arbeitsplätze in Halle entstehen. Die Angestellten würden dann insgesamt jeden Tag durchschnittlich 167.000 Bestellungen abwickeln, teilt Flaconi weiter mit. 

Flaconi Logistikzentrum Halle
© Flaconi

Versand soll verstärkt plastikfrei erfolgen

Im neuen Logistikzentrum in Halle wird voraussichtlich bereits in der zweiten Jahreshälfte komplett plastikfrei verschickt:  Seit 2020 arbeitet Flaconi an der Reduktion von Plastik im Versandprozess, bislang konnte man bereits gut die Hälfte einsparen. Mit einem neuen Verpackungskonzept habe der Plastikanteil pro Bestellung von durchschnittlich 9 Gramm auf 3 Gramm gesenkt werden können. 

Plastikfreies Verpackungsdesign
Plastikfreies Verpackungsdesign / © Flaconi

Eingesetzt werden beispielsweise neue Kartons aus komplett recyceltem Material mit flexiblem Gefache und einer höhenverstellbaren Rastereinlage, wodurch sich Produkte in der Verpackung fixieren ließen. Außerdem soll in Halle statt Luftpolsterfolie aus Plastik ein Produkt namens PaperWave genutzt werden. Diese Luftpolstervariante besteht aus biologischem Kunststoff aus Kartoffelstärke und ist damit kompostierbar.

/ Geschrieben von Hanna Behn





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