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Transportkapazitäten und kürzere Laufzeiten für den Warenverkehr von Europa in asiatische Länder werden immer stärker nachgefragt. Darauf hat DHL nun reagiert. 

KTL-Terminal Ludwigshafen DHL Züge
Deutsche Post DHL Group

DHL Global Forwarding hat Ende Mai erstmalig zwei Ganzzüge für den Warentransport eingesetzt, die nun zwischen Deutschland und China verkehren. Die Züge seien mit Waren aus ganz Europa beladen, die über die Neue Seidenstraße 9.400 km zum zentralen Schienenhub nach Xi'an, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Shaanxi, transportiert werden. Von dort aus verteilt DHL die Waren sowohl innerhalb Chinas als auch nach Südkorea, Japan oder Vietnam.  

Zwei neue Zugverbindungen von Deutschland nach China

Eine erste neue Verbindung hat ihren Startpunkt am KTL-Terminal am BASF-Standort in Ludwigshafen und führt über Polen, Belarus, Russland und Kasachstan zum Bestimmungsterminal in Xi'an. „Die Nutzung der Logistikservices und Infrastruktur des KTL-Terminals in Ludwigshafen ist ein weiterer Schritt in Richtung einer noch stärker vernetzten Welt mit stabileren Lieferketten“, so Thomas Kowitzki, Head of Chinarail, Multimodal bei DHL Global Forwarding Europe. Max Siep, Leiter Business Development/Network Management Chinarail bei DHL Global Forwarding Europe ergänzt: „Als europäisches Gateway verfügt das Rhein-Main-Gebiet um Ludwigshafen über eine hohe Transportnachfrage und ist damit ein idealer Ausgangspunkt für unsere Züge“. 

Bei der zweiten Zugverbindung handelt es sich um eine Express-Route zwischen Neuss und Xi'an über Kaliningrad. Für Waren aus China bietet die Logistik-Tochter der Deutschen Post DHL Group bereits seit längerem Ganzzüge mit Abfahrten von Xi'an und Chengdu nach Europa an. 

Laufzeit für Warentransport verringert sich auf zwölf Tage

„In den letzten Jahren haben wir eine steigende Nachfrage nach Schienenverbindungen von und nach China gesehen“, erläutert Kowitzki zu den neuen Komplettzügen und hebt auch die Vorteile des Schienengüterverkehrs hervor: „Dank ihrer Kosteneffizienz, der kurzen Transitzeit und der geringeren CO2-Emissionen sind sie eine echte Alternative zu anderen Verkehrsträgern.“ 

Vor allem erreicht das Unternehmen durch den Ausbau des Transportnetzwerkes auf der Schiene kürzere Laufzeiten nach Asien für Container-Komplett- (FCL) und -Teilladungen (LCL), heißt es weiter. So würde sich dank der neuen Verbindungen die Laufzeit beim Warentransport auf zwölf Tage reduzieren. Das gelte nicht nur für Deutschland, auch für Waren aus anderen europäischen Ländern wie den Benelux-Staaten, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Portugal würden sich dadurch die Transitzeiten verkürzen.

/ Geschrieben von Hanna Behn


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