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Stolze 6.800 Euro Versandkosten hat Amazon einer Kundin in den USA für den Kauf von Toilettenpapier berechnet.

Toilettenpapier
NewFabrika / Shutterstock.com

Inzwischen gibt es ja fast nichts mehr, was nicht über Amazon gekauft werden kann. Eine Kundin aus den USA wird es sich in Zukunft allerdings wohl zwei Mal überlegen, Produkte über den Marktplatz zu bestellen. Die Gebäudemanagerin Barbara Carroll hatte drei Kisten Toilettenpapier für umgerechnet rund 75 Euro über Amazon gekauft, Tage später überprüfte sie ihre Rechnung, da ihrem Konto über 7.000 Euro abgebucht wurden. „Es gab diese Bestellung für drei Kisten Toilettenpapier für 88,17 Dollar und den Versand von 7.455 Dollar für insgesamt 7.543,12 Dollar“, erklärt sie gegenüber dem US-Fernsehsender WSB-TV 2. „Nachdem ich geschrien hatte, dachte ich: 'Oh, das ist kein Problem, das ist Amazon und Amazon wird sich darum kümmern.'“

Amazon stellt sich lange stur

Weit gefehlt, denn der Marktplatz hatte zunächst seine Hilfe verweigert, da es sich beim dem betreffenden Verkäufer um einen Dritthändler des Marktplatzes handelt. „Das Schwierigste daran ist, dass Amazon nicht hinter seinen Drittanbietern steht“, so der Vorwurf von Barbara Carroll. „Die Versandgarantie deckt nicht die Gebühren ab, so dass sie das nicht einmal weiter untersuchen wollen. Ich bin bereit, die Gebühren zu zahlen, aber es müssen normale Gebühren sein.“

Inzwischen hat der Online-Riese aber doch noch eingelenkt und Barbara Carroll die horrenden Versandgebühren zurückerstattet auf Grundlage der eigenen Verkäuferpolitik, in der es heißt: „Verkäufer können keine überhöhten Auftragserfüllungs- oder Versandkosten festlegen.“

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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