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Heute im Logistik-Newsflash: Neuigkeiten von Amazon, Google, Hermes, Alibaba und den Gelbwesten-Protesten in Frankreich.

Protest Gelbwesten Frankreich
© Birdog Vasile-Radu / Shutterstock.com

Weihnachtsgeschäft bei Amazon: Verdi kündigt Streiks an

Gerade erst haben Angestellte in zwei hiesigen Amazon-Zentren zum Black Friday ihre Arbeit niedergelegt, da warnt Verdi schon mit den nächsten Streiks. Wie die Welt berichtet, kündigte dies die Gewerkschaft jetzt selber an. „Amazon kann sich in der Weihnachtszeit auf Streiks gefasst machen“, wird Günter Isemeyer, Sprecher im Verdi-Bundesvorstand zitiert. Mit den Arbeitsniederlegungen zur stressigen Weihnachtszeit will Verdi den Druck erhöhen und den seit 2013 schwellenden Streit mit Amazon um einen Tarifvertrag für die Mitarbeiter möglicherweise beenden. Der Online-Händler hatte sich bislang von den Streiks seiner Angestellten stets unbeeindruckt gezeigt und ist nicht auf die Forderungen von Verdi eingegangen. Auch jetzt gibt sich Amazon gelassen und betont, man sei auf viele Szenarien eingestellt, um dennoch eine pünktliche Lieferung zu Heiligabend zu garantieren.

Google bringt Drohnen-Zustellung nach Europa

Die Paketzustellung mit Drohnen testen bereits eine Reihe von Logistikfirmen, auch Online-Händler Amazon bastelt fleißig an der Zustellung mit einem unbemannten Flugobjekt. Auch Google weitet seine Bemühungen dahingehend jetzt aus und bringt seinen hauseigenen Drohnenlieferdienst nach Europa. Bis zum Frühjahr 2019 sollen die Drohnen in der Großstadt Tampere, im Süden Finnlands, bei Kälte getestet werden, bevor es dann in die Hauptstadt Helsinki geht, weiß OnlinehändlerNews. Dies wäre die erste europäische Stadt, in der die Fluggeräte von Googles Tochterunternehmen Wing zum Einsatz kommen. Die Drohnen sollen eine Geschwindigkeit von bis zu 125km/h erreichen und, um das Sicherheitsrisiko zu verringern, die zu liefernden Pakete mit einer Seilwinde herablassen statt zu landen.

Hermes will mehr Zusteller fest einstellen

Statt die Lieferung an externe Subunternehmen auszulagern, will Hermes künftig verstärkt auf eigene Kräfte setzen und mehr Zusteller fest im Unternehmen anstellen. „Ich kann mir vorstellen, dass mittelfristig zehn Prozent der insgesamt 10.000 Zusteller direkt bei Hermes angestellt werden“, wird Hermes-Chef Olaf Schabirosky bei der WirtschaftsWoche zitiert. Aktuell läuft in Köln und Kassel ein Test mit eigenen Kurierfahrern für die Haustürzustellung. „Sofern das Pilotprojekt sich bewährt und als tragfähig erweist, werden wir die Zahl eigener Fahrer schrittweise bundesweit ausbauen“, so der Hermes-Chef weiter.

Neues Logistikzentrum: Alibaba kommt nach Belgien

Alibaba setzt seine Bemühungen für den weltweiten Handel weiter fort und hat sich jetzt mit Belgiens Vize-Premierminister über eine Anmietung einer 220.000 Quadratmetern großen Logistikfläche nahe des Flughafens Lüttich geeinigt. Der Online-Händler hat rund 75 Millionen Euro in die erste Phase des geplanten „Smart Logistics Hub“ investiert, 2021 soll dieses in Betrieb gehen. Mit dem intelligenten Logistikzentrum sollen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen dabei unterstützt werden, Exporte nach China besser steuern zu können, heißt es von Alibaba bei Logistik Heute. Der Online-Riese will in den kommenden fünf Jahren Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar aus der ganzen Welt nach China importieren und dabei als „Tor zu China“ fungieren.

Frankreichs „Gelbwesten“ erzwingen Stopp der geplanten Steuererhöhungen

In den vergangenen drei Wochen kam es in Frankreich vermehrt zu gewaltsamen Protesten, vier Menschen haben sogar ihr Leben verloren. Die Aktionen der sogenannten „Gelbwesten“ hat nun allerdings Wirkung gezeigt: Die geplante Diesel- und Benzinsteuererhöhung für 2019 wurde vorerst ausgesetzt. Ursprünglich wollte der französische Präsident Emmanuel Macron die Steuererhöhung im kommenden Jahr durchführen, nach den massenhaften Krawallen wurden die Pläne nach Angaben der Welt nun für vorerst sechs Monat auf Eis gelegt.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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