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Hermes Fulfilment gibt das Drittanbietergeschäft auf und konzentriert künftig voll und ganz auf den Mutterkonzern Otto Group.

Hermes Logistikzentrum
© Hermes

Die Otto-Tochter Hermes Fulfilment gibt das Geschäft mit Drittanbietern auf und wird künftig zum ausschließlich internen Dienstleister der Otto Group. Am Montag bestätigte das Unternehmen der Verkehrsrundschau zufolge, das die Logistiktochter neu ausgerichtet werde. Das im Vergleich margenschwache Geschäft mit externen Online-Händlern hat dabei offenbar keinen Platz mehr.

Laufende Verträge werden noch erfüllt

Hermes Fulfilment übernimmt im Versandzentrum Haldensleben für Unternehmen der Otto Group die Lagerung und Bearbeitung der Pakete und übergibt diese an die Schwestergesellschaft Hermes Germany. „Die Aufgabe des externen Mandantengeschäfts ist durch das starke Wachstum des Otto-Geschäfts begründet, das von Hermes Fulfilment abgewickelt wird", so ein Sprecher des Unternehmens. Aktuelle Verträge – zu denen etwa solche mit Swarovski und Takko gehören – werden noch erfüllt, neue aber nicht mehr abgeschlossen.

Die Umstrukturierung hatte bereits in den vergangenen Monaten personelle Konsequenzen: COO Frank Marquard verließ etwa das Unternehmen in Richtung DHL, sein Nachfolger ist Andreas Stumpf. Hermes Fulfilment beschäftigt aktuell 5.700 Mitarbeiter an vier Standorten. Ob und in welchem Umfang Stellen gestrichen werden, ist noch nicht bekannt.

 

Richtigstellung: In einer früheren Version des Artikels wurde ein Zusammenhang zwischen der Aufgabe des Drittgeschäfts und der kolportierten Suche der Otto Group nach einem strategischen Partner für Hermes Germany hergestellt. Dieser Zusammenhang besteht nicht, wir entschuldigen uns für Unklarheiten.

/ Geschrieben von Christoph Pech


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