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Im Logistik-Newsflash blicken wir heute auf die Logistikbemühungen von Amazon, auf DHL Freight, Daimler, das Fraunhofer IML und die TU Dortmund sowie auf Hapag-Lloyd.

Amazon Lkw
© Sundry Photography / Shutterstock.com

Verdi kritisiert Amazon

In der Rhein-Main-Region beliefert Amazon vor allem seine Prime-Kunden selbst, unabhängig von den großen KEP-Dienstleistern. Möglich macht das vor Kurzem eröffnete Logistikzentrum in Raunheim. Die Zustellungen werden dabei durch Kurierdienste wie die Frankfurter Liefer-Factory oder Geibel Transport aus Hattersheim durchgeführt. Dem Amazon-Watchblog zufolge sieht die Gewerkschaft Verdi dieses Vorgehen allerdings kritisch, denn keines der Unternehmen ist Mitglied in einem Arbeitgeberverband der Speditions- und Logistikbranche. Diese Lieferdienste seien nicht an branchenübliche Tarife gebunden. Amazon wiederum betont, dass man nur mit Unternehmen mit einem hohen Anteil fest angestellter Fahrer zusammenarbeite, die mindestens zehn Euro pro Stunde zahlen. Die DHL sieht die Konkurrenz durch Amazon gelassen. Eine Infrastruktur, wie sie die DHL habe, baue man nicht einfach so auf.

DHL Freight: Neues Logistiklager in der Türkei

Am 5. Juli hat DHL Freight im Industriepark Manisa, nahe dem türkischen Izmir ein neues Logistiklager eröffnet. Damit reagiere man auf die wachsende Nachfrage nach Logistik-Services in der Türkei. Der Neubau habe einen hohen einstelligen Millionenbetrag gekostet. „Wir haben hier eine signifikante Investition in unser Netzwerk getätigt, um den wachsenden Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden und profitieren zugleich von der für Handelsrouten wichtigen geographischen Lage Manisas", so Uwe Brinks, CEO DHL Freight. Das neue Lager ist Teil der Strategie Freight 2020. Zum DHL-Netzwerk gehören mittlerweile über 200 Terminals in 32 Ländern. DHL Freight beschäftigt am neuen Standort insgesamt etwa 50 Mitarbeiter.

Auffällige Abgas-Werte: Daimler stoppt Vertrieb von Lkw-Motor

Wegen auffälliger Abgas-Messwerte hat Daimler den Vertrieb eines Sechszylinder-Lkw-Motors vorläufig gestoppt. Bei internen Kontrollen sei in einzelnen Betriebssituationen der Stickstoff-Grenzwert überschritten worden, meldet das Manager-Magazin. Nach einer Analyse seien die Ergebnisse dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gemeldet worden. Bis 2013 wurde der Motor in Mercedes-Benz-Lkw in Europa eingesetzt, in Ländern außerhalb Europas werde er aber bis heute vertrieben. Das Unternehmen betonte, dass es sich nicht um eine Software handele, die die Abgasnachbehandlung abschalte, sondern um eine technische Funktion des Fahrzeug-Diagnose-Systems.

Neues Innovationslabor von Fraunhofer IML und TU Dortmund

Das Fraunhofer IML und die TU Dortmund haben zusammen das „Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik“ eröffnet. Darin wolle man der Frage auf den Grund gehen, wie Menschen und Maschinen künftig in einer Social Networked Industry zusammenarbeiten können. Schließlich werden Roboter, autonome Fahrzeuge oder intelligente Regalsysteme für die Industrie immer relevanter. Am 10. Juli wurden die beiden Versuchshallen des Labors offiziell von Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, eröffnet. „Das neue Innovationslabor wird die Region stärken. Es bringt Wirtschaftsunternehmen und gut ausgebaute Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik oder die Technische Universität Dortmund schneller zusammen“, sagte sie bei der Eröffnung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Vorhaben über eine Laufzeit von drei Jahren mit insgesamt zehn Millionen Euro.

Französische Reederei will Zusammenschluss mit Hapag-Lloyd

Insidern zufolge hat die französische Container-Reederei CMA CGM Interesse an einem Zusammenschluss mit Hapag-Lloyd. Es soll um einen Deal auf Basis eines Aktientauschs gehen. Während Hapag die Marktgerüchte als „substanzlos“ zurückwies, wollte sich CMA nicht zum Thema äußern, so das Manager-Magazin. Der Vorstoß wurde von den Großaktionären Kühne, Hamburg und CSAV zurückgewiesen, die Aktie von Hapag-Lloyd legte dennoch enorm zu, lag teilweise bei 35 Euro. „Die Großaktionäre vertreten die Auffassung, dass für sie bei einem Zusammenschluss nichts herausspringen würde“, soll ein Insider gesagt haben. Ein anderer gab zu Protokoll, dass es die Befürchtung gebe, „dass Hapag-Lloyd letztendlich nur noch ein Anhängsel von CMA CGM wäre. Hamburg will sicherstellen, dass die Zentrale in Hamburg und Hapag ein deutsches Unternehmen bleibt".

 

/ Geschrieben von Christoph Pech


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