Mit hohen Investitionen soll die Post – eCommerce – Parcel Division (PeP) von Deutsche Post DHL Group wieder auf Vordermann gebracht werden. Die EBIT-Erwartung musste korrigiert werden.

Deutsche Post DHL Flaggen
© Deutsche Post DHL Group

Ein von Deutsche Post DHL Group neu vorgestelltes Maßnahmenprogramm soll das nachhaltige Ergebniswachstum im Unternehmensbereich Post – eCommerce – Parcel Division (PeP) sichern. Damit will man der negativen Ergebnisentwicklung aus dem ersten Quartal 2018 entgegenwirken und außerdem eine positive Entwicklung bis zum Jahr 2020 sicherstellen. „Wir konzentrieren uns darauf, unsere strategischen und finanziellen Ziele für 2020 zu erreichen und unsere Divisionen auf eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren auszurichten. Wir nehmen jetzt bewusst kurzfristige negative Ergebniseffekte in Kauf, um langfristig nachhaltiges Wachstum zu sichern", so Frank Appel, CEO von Deutsche Post DHL Group.

Drei Maßnahmen fürs Wachstum

Konkret hat der Konzern drei Maßnahmen vorgestellt, die den PeP-Bereich auf Kurs bringen sollen. Mit jährlich 200 bis 150 Millionen Euro sollen die operativen Kapazitäten des Bereichs erhöhen und damit zur Verbesserung der Produktivität beitragen. Dabei geht es etwa um Maßnahmen zur Automatisierung und Digitalisierung, zu kontinuierlichen Verbesserungsprogrammen, Verbesserungen auf der letzten Meile und zur intelligenten Auslastung des Post- und Paket-Netzwerks.

Zweite Maßnahme sind indirekte Kostensenkungen. Deutsche Post DHL werde die Fixkostenbasis aufgrund des Rückgangs der Briefvolumina „nachhaltig“ reduzieren. Im Zentrum steht hier ein Vorruhestandsprogramm, das sich an Beamte in indirekten Funktionen richten soll. Mit dem Programm will man Kostensenkungen von jährlich 200 Millionen Euro generieren.

Als dritte Maßnahme betont der Konzern nochmals die Erhöhung Preise für Bücher- und Warensendungen, die am 1. Juli in Kraft tritt. Der Fokus solle weiterhin auf einem ausgewogenen Verhältnis von Wachstum und Ertrag liegen.

Gewinnwarnung schockt Aktienkurs

Die Ergebnisentwicklung für das laufende Jahr werden die Maßnahmen nur zum Teil beeinflussen, wie das Unternehmen einräumt. Der PeP-EBIT vor Einmalaufwendungen werde bei rund 1,1 Milliarden Euro erwartet. Insgesamt erwartet man ein Konzernergebnis von 3,2 Milliarden Euro. Bislang war mit einem Ergebnis von rund 4,15 Milliarden Euro gerechnet, das bedeutet nun 23 Prozent unter Plan. Das zeigte sich auch an der Börse: Die Post-Aktie brach um teilweise 8,8 Prozent auf 29,82 Euro ein, den tiefsten Stand seit Ende 2016, wie das ARD-Börsenstudio berichtet.

Immerhin will das Unternehmen an den EBIT-Zielen für 2020 mit einem erwarteten Ergebnis von über 5,0 Milliarden Euro festhalten.

 

/ Geschrieben von Christoph Pech