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Bis 2020 baut Hermes sein Netzwerk deutschlandweit auf 20.000 PaketShops aus. Der Versanddienstleister wird bis zum Frühjahr 2018 weiterhin alle seine Shops mit einer neuen und schnelleren Scannertechnologie ausstatten. Damit möchte das Unternehmen auf den wachsenden Online-Handel reagieren und seine PaketShops außerdem als Abholpunkte für Online-Bestellungen etablieren.

Hermes Paketshop
© Emil OS/ shutterttock

Schon Ende 2017 hatte Hermes sein Netzwerk an PaketShops von 14.000 auf 15.000 Annahmestellen erhöht. Nun wird der Versanddienstleister laut Unternehmensblog sein Netzwerk bis 2020 auf 20.000 Shops ausbauen. Dabei soll der Ausbau vor allem in Metropolregionen aber auch in Kleinstädten sowie ländlichen Regionen erfolgen. Die meisten Shops sollen laut Hermes da entstehen, wo durch gezielte Lückenschlüsse die Entfernung zum Kunden weiter verringert wird.

Darüber hinaus werden bis zum Frühjahr 2018 deutschlandweit alle Shops mit einer neuen und mobilen Scannertechnik des Elektro-Herstellers Zebra Technologies ausgestattet. Mithilfe dieser Maßnahme möchte der Versanddienstleister die Paketabwicklung vor Ort vereinfachen sowie beschleunigen und damit auf das Mengenwachstum von Online-Bestellungen reagieren. Der Rollout sei bis Mitte April 2018 gemeinsam mit der Migratis GmbH geplant, welche für die Koordination der Neuausstattung zuständig ist. Die Geräte sollen sich unter anderem durch ihre intuitive Bedienbarkeit und verbesserte Scanleistung auszeichnen. Außerdem würde die Datenübertragung in die Online-Sendungsverfolgung beschleunigt sowie das Einlesen beschädigter, beschmutzter oder schwach gedruckter Barcodes optimiert werden.

PaketShops als Abholpunkte für Online-Bestellungen

Hermes stellt bei seinen Maßnahmen gute Erreichbarkeiten sowie lange Öffnungszeiten in den Fokus. Übergeordnetes Ziel sei es, die PaketShops als Abholpunkte für Online-Bestellungen zu etablieren. Thomas Horst, Geschäftsführer Sales von Hermes Germany, sagte dazu: „Zustellung an der Haustür ist zeitaufwändig, teuer und verursacht Verkehr und Emissionen. Durch eine konsolidierte Zustellung an PaketShops hingegen könnten in kürzester Zeit deutlich mehr Pakete mit deutlich weniger Fahrten ausgeliefert werden. Verkehr und Emissionen würden gesenkt, Lieferzeiten verkürzt. Zudem sind viele Menschen tagsüber ohnehin nicht zuhause, da bietet sich eine Abholung an den Shop geradezu an.“

Im Rahmen seiner Filialerweiterungen plane Hermes zusätzlich Partnerschaften mit Filialisten sowie Einzelhandelsketten, um eine möglichst breite Netzabdeckung zu realisieren. Thomas Horst sagte weiterhin: „Unsere Idealvorstellung ist ein PaketShop-Netz, bei dem der Kunde in Städten nicht mehr als fünf Minuten gehen muss, um die nächste Annahmestelle zu erreichen. Je näher unsere Shops am Kunden sind und desto länger sie geöffnet haben, desto attraktiver wird es für den Kunden, sie zu nutzen. Interessant für uns sind deshalb Shops mit ausgedehnten Öffnungszeiten. Das können zum Beispiel Tankstellen sein, aber auch Supermärkte, Kioske, U-Bahnhöfe.“

 

/ Geschrieben von David Barthelmann


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