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Es gibt Neuigkeiten bei der DHL. Der KEP-Dienstleister hat seine Geschäftskunden über neue Leistungen beim Paketversand informiert. Neben Preisanpassungen bei der Versandart Nachnahme hat die DHL auch die Versandbedingungen national und international angepasst.

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© Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com

Die DHL ist laut einer Händlerbund-Studie aus dem April 2016 der am häufigsten genutzte Versanddienstleister. Fast zwei Drittel (60 Prozent) von den 965 befragten Online-Händlern gaben an, die DHL zu nutzen.

Entsprechend viele Geschäftskunden dürften letztens Post von der DHL erhalten haben. Mit dem Schreiben will die DHL „über wichtige Neuerungen im Paketversand“ informieren.

Mehr Leistungen für internationale Retouren

Wie in dem Schreiben, das der Redaktion vorliegt, zu lesen ist, erweitert die DHL die Leistungen für den internationalen Paketversand. So wird das DHL Europaket nun auch nach Kroatien ausgeliefert. Weiterhin heißt es, dass DHL Retoure International ab 2018 diverse neue Leistungen zur Verfügung stellt: Ab Q1/2018 werden internationale Retouren auch aus Kroatien und Malta bearbeitet. Zudem wird der Service flexibler – beispielsweise wird in Spanien der Retouren-Versand sowohl von den Kanarischen Inseln als auch vom spanischen Festland möglich. Ab dem dritten Quartal 2018 soll dann auch die technische Leistung des Online-Retouren-Portals erhöht werden, wodurch Retouren-Labels bereits während der Versandvorbereitung generiert und dem Paket beigelegt werden können. Zudem sollen dann Zolldokumente online ausgefüllt werden können.

Nachnahme wird einheitlicher

Änderung gibt es auch bei den Versandbedingungen – national wie auch international. Ab dem 01. März 2018 müssen Pakete mit einem Gewicht von über 20 kg mit dem Aufdruck „Achtung! Schweres Packet“ oder mit einem roten Aufkleber „bis 31,5 kg“ gekennzeichnet werden. Die bisherige Kennzeichnung durch ein umlaufendes rotes Klebeband entfällt.

Zu guter Letzt gibt es noch eine Preisanpassung bei Sendung, die via Nachnahme bestellt werden. Ebenfalls ab dem 01. März 2018 wird das Nachnahmeentgelt in Höhe von 3,60 Euro und das Nachnahmeübermittlungsentgelt in Höhe von 2,00 Euro zu einem Preis von 5,60 Euro zusammengeführt. Zusätzlich gibt die DHL an, dass aufgrund einer Änderung der technischen Richtlinien der Deutschen Kreditwirtschaft die Bezahlfunktion von Sendungen mit Nachnahme an Packstationen ab sofort nicht mehr möglich sein wird. Entsprechend werden an Packstationen adressierte Sendungen mit Nachnahme an umliegende Filialen weitergeleitet. Kunden werden in dem Fall, dass Nachnahme-Pakete umgeleitet werden, durch eine Benachrichtigung darüber in Kenntnis gesetzt.

Label bald kostenpflichtig?

Gut versteckt ist hingegen die Neuerung bei Versandmaterialien, die ab dem 01. Januar 2018 greift. Im Schreiben heißt es, dass man eine Übersicht der über DHL bestellbaren Versandmaterialien im DHL Geschäftskundenportal im Bereich „Bestellen“ findet. In der Änderungsübersicht von DHL findet sich zudem eine ansonsten nicht kommunizierte Änderungen bei den Versandmaterialien für Geschäftskunden. Hieß es da bisher noch, dass auf Wunsch „kostenlose Aufschriftzettel/ Label zur Verfügung gestellt werden“ gilt ab dem 01. März 2018 folgende: „[…] oder auf Wunsch können Aufschriftzettel/ Label bei DHL bestellt werden.“

Neben diesen unbekannten Kosten kommen scheinbar auch generelle Preisanpassungen auf einige Versender zu, wie unter anderem in der Facebook-Gruppe „Multichannel Rockstars“ diskutiert wird.

 

/ Geschrieben von Julia Ptock


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