Logo logistik Watchblog
Blogmenü

Wieder einmal ist ein DHL-Fahrer aus dem Raum Leipzig als Paketdieb überführt worden. Es ist der zweite Fall innerhalb weniger Monate in der ostdeutschen Stadt.

Pakete in einem Transporter
© Africa Studio – Shutterstock.com

Dutzende vermisste Pakete und Briefe habe die Polizei in der Wohnung des Verdächtigen im Leipziger Stadtteil Grünau gefunden. Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet, soll der Mann Briefe und Pakete geöffnet haben, anstatt sie an die Empfänger auszuliefern. Zudem habe der 35-Jährige, der als Zusteller bei der DHL tätig war, Online-Einkäufe unter fremden Namen bestellt, ohne sie zu bezahlen. Unter anderem habe die Polizei Fernsehelektronik, darunter Receiver und Festplatten, sichergestellt.

Wie die Polizei erklärte, habe die DHL den Täter selbst ermittelt. Die DHL habe demnach bereits am 13. Juni Anzeige erstattet. Die beschlagnahmten Geräte wertet die Polizei nun aus und will diese den eigentlichen Empfängern, sofern diese ermittelt werden können, nachträglich zustellen. Unklar ist bislang, wie viele Postsendungen genau von dem Mann unterschlagen wurden. Polizeisprecherin Geyer erklärte, dass die Ermittlungen dazu „noch am Anfang“ stehen. Die Polizei ermittelt wegen Warenkreditbetrugs und Verletzung des Briefgeheimnisses.

DHL: Absolutes Hausverbot für den Fahrer

Die DHL betonte, dass es sich bei dem Verdächtigen nicht um einen Beschäftigten des Logistikriesen handelt. Er war bei einem beauftragten Transportunternehmen angestellt. „Dem Fahrer wurde für unsere Objekte ein sofortiges absolutes Hausverbot ausgesprochen und er ist nicht mehr für uns tätig“, versicherte DHL-Sprecherin Tina Birke.

Erst Anfang April war ein Paketdieb im Raum Leipzig aufgeflogen: Der 26-Jährige aus Zwenkau soll mehrere Hundert Sendungen gestohlen haben, bei einer Razzia stellte die Polizei rund 350 Sendungen und 192 lose Asservate sicher (wir berichteten). Dabei handelte es sich nach Angaben der Polizei um den größten Fall von Postdiebstahl in der Region, der in den vergangenen Jahren aufgeklärt werden konnte. Auch in diesem Fall handelte es sich um einen Mitarbeiter einer von der DHL beauftragten Transportfirma. Die DHL sprach dem Mann nach Bekanntwerden des Diebstahls ebenfalls ein Hausverbot aus und beendete die Zusammenarbeit mit der Firma.

 

/ Geschrieben von Michael Pohlgeers


Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Captcha aktualisieren