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Von Zuhause aus können Kunden die Zustellung von Paketen durch die Lieferroboter beauftragen. Innerhalb von einer Stunde sollen dann die Pakete zugestellt werden. Geht es nach dem Hersteller, dann werden die Roboter bald auf den Straßen vieler Städte eingesetzt werden.

Starship Technologies-Roboter

© Starship Technologies - Screenshot

Die Pläne von Starship Technologies, Lieferroboter für die Zustellung von Paketen einzusetzen, werden konkreter. Im Rahmen der diesjährigen Innovationskonferenz Digital Life Design (DLD) präsentierten Janus Friis und Ahti Heinla ihren Lieferroboter und sprachen über die Zukunft der Zustellung.

„Viele Leute wollen zwar gerne online einkaufen, für die Lieferung wollen sie aber nichts bezahlen“, sagte Ahti Heinla, der einst als Skype-Entwickler gearbeitet hat. Die Lieferroboter des Unternehmens Starship Technologies sollen nach Ansicht der Gründer dabei helfen, die Kosten für die letzte Meile für Unternehmen zu senken.

Kosten von einem Euro pro Lieferung

Im Vergleich zu menschlichen Zustellern können die Roboter nämlich laut Heinla sieben Tage die Woche und 24 Stunden am Tag im Einsatz sein. Interessanterweise kann Starship Technologies bereits die Kosten für die Hauszustellung mit einem Lieferbot beziffern: Pro Lieferung sollen diese bei einem Euro liegen.

Generell sollen die Roboter die Lieferung für die Kunden auch angenehmer gestalten: „Wenn etwa jemand um 18:00 Uhr von der Arbeit nach Hause kommt, kann er sich bestellte Waren zustellen lassen. Wenig später ist sie dann vor der Haustür“, erklärte Ahti Heinla.

In ausgewählten Städten in den USA und in Großbritannien kann man bereits die Roboter auf den Straßen rollen sehen. Starship Technologies führt bereits vereinzelt Tests durch und hat dafür von lokalen Behörden die Genehmigung für den Testbetrieb auf Gehsteigen erhalten.

Roboter liefern mit 6,5 km/h

Die aktuelle Version der Roboter ist 15 Kilogramm schwer und bis zu 6,5 Kilometer pro Stunde schnell. Der Roboter soll in seinem inneren Platz für bis zu zwei große Pakete bieten. Der Roboter fährt dabei direkt von den Lieferzentren in der Nähe der Kunden los, wenn der Kunde die Lieferung per Smartphone anfordert. Ist der Roboter binnen einer halben Stunde beim Kunden angekommen, kann dieser den Roboter öffnen und seine Pakete entgegennehmen. Selbstständig fährt der Roboter dann wieder zum Lieferzentrum zurück.

Geht es nach Starship Technologies, dann sind die Roboter die bessere Alternative zu den Lieferdrohnen von Amazon, DHL & Co. „Niemand mag Drohnen, die Leute wollen nicht, dass sie mit Paketen über ihre Garten fliegen“, sagte Heinla. Zudem seien die Roboter sicherer, als die Lieferdrohnen. „Wenn es ein Problem gibt, bleiben sie einfach stehen. Drohnen aber fallen dann womöglich vom Himmel.“

In einem Video erklärt das Unternehmen, wie die kleinen Lieferroboter funktionieren sollen:

/ Geschrieben von Giuseppe Paletta


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