Im vergangenen halben Jahr wurde insgesamt weniger Luftfracht transportiert als noch im Vorjahreszeitraum. 

Luftfracht Container
Jaromir Chalabala / Shutterstock.com

Die Menge an Gütern und Luftpost, die mit Flugzeugen befördert wurde, ging in den Monaten Januar bis Juni dieses Jahres im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 um 3,4 Prozent etwas zurück. 

Insgesamt beläuft sich das Frachtvolumen auf 2,5 Millionen Tonnen – was aber, mit 7,6 Prozent mehr, noch immer deutlich über dem Vorkrisenniveau (1. Halbjahr 2019) liege, wie aktuell das Statistische Bundesamt mitteilt

Deutliche Auswirkungen der geopolitischen Lage

Als Grund für die Entwicklungen gibt die Statistikbehörde die Folgen des Ukraine-Krieges an – so wurde wegen des Kriegsausbruchs der russische Luftraum gesperrt. Aber auch die zeitweisen coronabedingten Abriegelungen in Teilen Chinas, etwa Shanghai, hatten Auswirkungen auf die Frachtentwicklung.  

Insgesamt gilt die Luftfracht als Gewinner der Coronakrise, da sich per Flugzeug vor allem schnelle und kurzzeitig Lieferungen realisieren ließen. Auch die angespannte Situation etwa in der Seefracht führte dazu, dass teils zusätzlich Frachten in die Luft verlagert wurden. Unter anderem die Lufthansa hatte deshalb die eigenen Kapazitäten in der Luftfracht aufgestockt. Auch Express-Lieferdienst FedEx hatte aufgrund der hohen Nachfrage nach Kapazitäten umfassende Erweiterungen vorgenommen und neue Flugverbindungen eingeführt.

Mehr Passagiere – aber noch unter Vorkrisenniveau

Im Passagierverkehr haben sich die Zahlen etwas erholt: An deutschen Hauptverkehrsflughäfen wurden rund 64,4 Millionen Fluggäste gezählt – ein Plus von 332 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021. Doch 2019 lag deren Anzahl noch mehr als ein gutes Drittel höher. Vor allem der Passagierverkehr mit dem Ausland erhole sich im Vergleich zum innerdeutschen. Mit 4,2 Millionen Fluggästen nahm er um 265,9 Prozent gegenüber 2021 zu, blieb aber ebenfalls unter Vorkrisenniveau.

Insgesamt seien in den 27 EU-Mitgliedstaaten von Januar bis Juni aktuell 2,58 Millionen Flüge registriert worden, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. 2019 habe es von Januar bis Juli aber noch insgesamt 3,36 Millionen Flüge in der EU gegeben.

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/ Geschrieben von Hanna Behn




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