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Unternehmen aus den Bereichen Logistik und Transport mussten im vergangenen Jahr vergleichsweise häufig Insolvenz anmelden. Generell ist es um die Zahlungsmoral dieser beiden Branchen eher schlecht bestellt.

Trauriges Sparschwein
mdbildes/shutterstock.com

Die deutsche Transport- und Logistikbranche scheint in einem Tief zu stecken: Im vergangenen Jahr mussten rund 900 Unternehmen aus diesen beiden Bereichen Insolvenz anmelden. Die Insolvenzrate von 1,5 Prozent liegt damit über den der letzten beiden Jahre (2017: 1,1 Prozent und 2016: 1,14 Prozent). Auch der branchenübergreifende Schnitt von 0,6 Prozent wurde mehr als verdoppelt. Dabei konnten die reinen Logistiker mit einer Insolvenzrate von 1,33 Prozent noch ein bisschen besser abschneiden aus die Firmen im Transportsektor (1,59 Prozent).

Die Ergebnisse gehen aus einer Untersuchung der Wirtschaftsauskunftei Creditsafe Deutschland hervor. Für die Analyse wurden rund 3,4 Mio. Unternehmen untersucht, 60.000 davon aus den Bereichen Transport und Logistik, wie die Verkehrsrundschau schreibt.

Brandenburg führt die Insolvenzen an

Mit Blick auf die Regionen Deutschlands konnte die Untersuchung Brandenburg als Spitzenreiter in Sachen Insolvenzen ausmachen. Mit 2,12 Prozent lag der Wert hier am höchsten, in Sachsen war die Quote mit 0,76 Prozent dahingehend am niedrigsten. Aber nicht nur die Insolvenzen nahmen zu, auch die Überschuldungen in den Branchen Logistik und Transport liegen auf einem relativ hohem Niveau. Die knapp 3.500 überschuldeten Unternehmen bedeuten einen Anteil von 13,8 Prozent, liegen damit allerdings minimal unter dem Bundesdurchschnitt von 14 Prozent.

Berliner lassen sich bei der Zahlung am meisten Zeit

Die Zahlungsmoral in der Logistik- und Transportbranche liegt unterdessen deutlich unter dem branchenübergreifenden Schnitt. Während die deutschen Firmen im Schnitt ihre Rechnungen 5,1 Tage nach Zahlungsziel begleichen, geschieht dies bei den Logistikern und Transportfirmen durchschnittlich acht Tage zu spät. Dabei gehen die Unternehmen aus Sachsen mit einer Verspätung von rund 3,77 Tage mit gutem Beispiel voran, die Berliner bilden mit 12,6 Tagen das Schlusslicht.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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