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Die City-Logistik wird in den deutschen Städten noch mit zu ungenauen Konzepten umgesetzt. Die ZIA fordert daher nun mehr Aufmerksamkeit in diesem Sektor.

Zusteller Mann
© All kind of people / shutterstock.com

Die Flächen für logistische Bauprojekte in den deutschen Städten werden immer knapper, daher müssen geeignete Konzepte her, um diese bestmöglich auszunutzen. Nach Meinung des Zentralen Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA), hat Deutschland in dieser Hinsicht noch einiges an Nachholbedarf. Im Zuge der kürzlich erschienen Studie des Beratungsunternehmens Bulwiengesa fordert der Immobilienverband nun, dass der urbanen Logistik mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden solle.

„Bislang werden in den Metropolregionen kaum Flächen entwickelt, die sich für die Citylogistik eignen. Viele Logistikobjekte, die derzeit entstehen, sind nach wie vor großvolumig und dezentral. Innerstädtische Objekte sind häufig nicht für citylogistische Funktionen konzipiert“, wird Studienautor Andreas Schulten, Vorstand der Bulwiengesa AG, in Logistik Heute zitiert.

Diskriminierung bei Lärmbelästigung muss aufhören

Besonders in Hinblick auf den Verkehrs- und Gewerbelärm wünscht sich die ZIA in Zukunft mehr Gleichbehandlung. „Bislang wird Lieferlärm strenger bewertet als Verkehrslärm. Für Anwohner spielt es jedoch keine Rolle, ob ein Logistiker Waren anliefert oder ein Transporter einparkt“, betont Dr. Thomas Steinmüller, Vorsitzender des ZIA-Ausschusses Logistikimmobilien. Er fordert ein Ende dieser Diskriminierung und weist darauf hin, "dass innerstädtische Logistik in Zukunft eben nicht mehr hohe Lärmemissionen erzeugt, sondern vielmehr elektrifiziert und geräuscharm funktionieren wird.“ Dies müssen auch die zuständigen Planungs- und Baubehörden endlich verstehen.

Flexible Konzepte sollen Prozesse fördern

Auch die aktuellen Prozesse der Stadtentwicklung sind für die Urbane Logistik zurzeit wenig förderlich. Zur Verbesserung sollten die Gemeinden deswegen künftig nicht nur enger mit der Immobilienwirtschaft zusammenarbeiten, es müssen auch völlig neue Konzepte geschaffen werden. „Moderne Citylogistik braucht neue Flächenkonzepte, die bislang stadtplanerisch gar nicht vorgesehen sind. Kreative und flexible Konzepte wie etwa Pop-up-Storages, Flex-HUBs oder Flex Space-Immobilien können die Citylogistik enorm erleichtern“, so Steinmüller.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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