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Die neuen Elektrobusse der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) sollen in Zukunft nicht nur Personen, sondern auch Pakete transportieren. Mit diesem Plan soll der Lieferverkehr in der Bremer Innenstadt reduziert werden.

Bus
© Christian Mueller / shutterstock.com

Die Stadt Bremen soll grüner werden und in Zukunft einen umweltfreundlicheren Warentransport in der Innenstadt aufweisen. Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, hat sich der gemeinnützige Verein „Bremen kommt“ unter der Federführung des Vorsitzenden Hans-August Kruse jetzt ein neues Projekt überlegt. Seine Idee: Die neuen elektrischen Busse der Bremer Straßenbahn AG sollen nicht nur Personen transportieren, sondern auch für logistische Zwecke verwendet werden und Pakete und Päckchen in die Bremer Innenstadt bringen. Vertreter aus Forschung, Wissenschaft und Logistik arbeiten bereits seit gut einem halben Jahr an dem Projektvorschlag.

Morgens Passagiere, abends Pakete

Die Idee für die Postkutsche 4.0 soll wie folgt aussehen: Morgens bringt ein Elektrobus wie gewohnt Passagiere vom Hauptbahnhof zum Güterverkehrszentrum. Auf dem Rückweg wird der Bus mit einem Anhänger versehen, in dem Pakete oder andere Waren in die Bremer Innenstadt, beispielsweise zum Hauptbahnhof, transportiert werden. Von dort aus übernehmen dann Paketboten mit entsprechenden Pedelecs die Auslieferung auf der letzten Meile. Auf diese Weise könnte man täglich pro Logistikunternehmen einen Lkw einsparen. Bisher haben bereits die DPD und Hellmann Logistics Interesse an einem solchen Projekt gezeigt. „Wir reden hier im Durchschnitt von 200 Paletten im Monat plus die Pakete, die DPD ausliefert“, fasst Dustin Schröder von Hellmann Logistics, die Vorteile im Weser Kurier zusammen.

Dadurch könnten die Waren unter Umständen sogar noch schneller in der Innenstadt landen, als auf dem herkömmlichen Weg. „Die BSAG-Fahrzeuge haben an diversen Straßen ihre eigenen Spuren. Für Lkw-Fahrer ist diese Spur verboten“, heißt es in der Tageszeitung weiter.

Pakete sollen per Schiff in die Innenstadt gelangen

Als eine weitere Möglichkeit nennt die Initiative den Transport per Schiff mit einem entsprechenden Elektromotor. Auch auf diese Weise könnte man die Waren umweltschonender vom Güterverkehrszentrum in das Stadtinnere bringen. Die Projektplanung für eine Postkutsche 4.0 ist von den Verantwortlichen fast abgeschlossen, als nächstes muss die Finanzierung angegangen werden. Allerdings gibt es aktuell keine Förderprogramme, weder beim Bundesverkehrsministerium noch beim Bundeswirtschaftsministerium, welche das Projekt unterstützen könnten. „Oft ist es bei diesen Programmen so, dass diese 50 Prozent finanzieren, die anderen 50 Prozent müssen aus der Privatwirtschaft kommen“, sagt Yusuf Demirkaya von der BSAG. Für Investoren müsse man nun also „Klinkenputzen“ gehen.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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