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Geht es nach den Linken, sollen nachts und am Wochenende keine Lkw mehr unterwegs sein. Diese und weitere Nachrichten haben wir hier für Sie zusammengefasst. Ebenfalls Themen: Hermes, SSI Schäfer, Jungheinrich und mehr Auszubildende in der Logistik.

Lkw bei Nacht auf Autobahn
© Baiterek Media – shutterstock.com 

Die Linke: Partei fordert Nachtfahrverbot für Lkw

Die Partei Die Linke will sich für bessere Arbeitsbedingungen für Lkw-Fahrer einsetzen. In diesem Zusammenhang fordert die Partei ein komplettes Nachtfahrverbot sowie eine deutliche Ausweitung des Sonntagsfahrverbots. Die Pläne sehen vor, dass Lkw bereits ab Freitagnachmittag nicht mehr auf die Straßen dürfen. Bundes- und Landstraßen dürfen Lkw-Fahrer ebenfalls nicht mehr befahren, sofern diese parallel zur Autobahn verläuft. Wie Eurotransport.de schreibt, ist Die Linke die einzige Partei, die die Berufsgruppe der Lkw-Fahrer in ihrem Wahlprogramm zur Bundestagswahl explizit erwähnt. Neben den Fahrverboten will Die Linke zudem die Lkw-Maut erhöhen, Giga-Liner und den Feldversuch mit Oberleitungs-Lkw verbieten sowie Straßenverkehrskontrollen ausweiten.

Hermes eröffnet neues Logistikzentrum

Am 27. September will Hermes sein neues Logistikzentrum im Wirtschaftspark Hechtsheim (Meinz) eröffnen. Auf einem 70.000 Quadratmeter großen Grundstück entstand die letzten Monate eine Halle mit 10.500 Quadratmeters sowie Büro- und Sozialräume in einem Nebengebäude mit nochmals 1.900 Quadratmetern. Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, sollen vom neuen Zentrum aus Kunden aus dem Rhein-Main-Gebiet sowie die Region bis zur französischen Grenze beliefert werden. Das neue Zentrum hat 57 Millionen Euro gekostet und soll rund 15.000 Pakete pro Stunde bearbeiten. Später könnten bis zu 25.000 Pakete pro Stunde verarbeitet werden. In dem neuen Logistikzentrum sollen 250 Menschen arbeiten, wobei 40 Mitarbeiter aus dem Hermes-Verteilzentrum in Kastel stammen, das mit der Eröffnung in Hechtsheim geschlossen wird.

Leichter Anstieg bei Anzahl der Auszubildenden in der Logistik

Nach Angaben der Verkehrsrundschau ist die Zahl der Auszubildenden in der Logistik angestiegen. Zwar schlossen 2016 nur 2.964 Jugendliche eine betriebliche Ausbildung zum Berufskraftfahrer/zur Berufskraftfahrerin ab, insgesamt ist jedoch die Zahl der Auszubildenden, die einen Berufe im Verkehrs- und Transportgewerbe erlernen wollen, von 27.100 im Jahr 2015 auf 27.240 für 2016 gestiegen.  Auch in der Lagerlogistik gibt es ein leichtes Plus: 2016 entschieden sich insgesamt 15.749 Jugendliche (2015: 15.481) für eine Ausbildung in diesem Bereich – davon 10.236 für die Fachkraft für Lagerlogistik (Vorjahr: 10.011) und 5513 für die Ausbildung zum Fachlageristen (Vorjahr: 5.470). Eine Ausbildung zum Kaufmann/zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung begannen 2016 insgesamt 5.417 Jugendliche und damit immerhin 22 mehr als noch 2015.

SSI Schäfer in Schweiz und Benelux-Staaten aktiv

Der Intralogistiker SSI-Schäfer hat das belgische Unternehmen Automation Beyond Measure bvba (ABM) übernommen. Hintergrund der Übernahme ist die geplante Erweiterung des Leistungsspektrums und die Verstärkung der lokalen Präsenz von SSI Schäfer in den Benelux-Staaten. Die Übernahme wurde laut logistik-heute.de zum 2. September rechtskräftig. Zudem, so bei mm-logistik.vogel.de zu lesen, erweiterte SSI Schäfer das Distributionszentrum vom Schweizer Pharmagroßhändler Galexis. Unter anderem umfassten die Arbeiten den Bau eines zweiten automatischen Kleinteilelagers (AKL) mit 81.500 Behälterstellplätzen für eine doppeltiefe Lagerung. SSI Schäfer stellte das AKL mitsamt Logistikkonzept, Steuerungssystem, rund vier Kilometer Behälterfördertechnik mit Doppelstapelmaschinen und etwa 65.000 Behältern bereit.

Jungheinrich wächst um 14 Prozent

Der Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich hat seinen Halbjahresbericht veröffentlicht. Wie das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mitteilte, liegt der Auftragseingang zwischen 3,45 und 3,55 Milliarden Euro. Bisher war man von einem Wert zwischen 3,4 und 3,5 Milliarden Euro ausgegangen. Generell wächst Jungheinrich mit einem Umsatz von 1,63 Milliarden Euro (plus 14 Prozent) und einem Ergebnis nach Steuern von 84 Millionen Euro stärker als erwartet. In der Produktion konnte ein neuer Bestwert erreicht werden: Im ersten Halbjahr wurden 57.600 Fahrzeuge hergestellt, was einem Plus von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.

 

/ Geschrieben von Julia Ptock


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