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Für eine einfache grenzenlose Zustellung in ganz Europa sollen Pakete zukünftig mit einer Identifikationsnummer versehen werden, die auch über Ländergrenzen hinaus gültig ist. Der neue GS1 Standard soll Kosten und Zeit sparen.

Barcode-Scanner
© Paul Velgos / shutterstock.com

Der Paketversand über Grenzen hinweg stellte Unternehmen bislang vor einige Herausforderungen. „Eines der Haupthindernisse bei der grenzüberschreitenden Zustellung sind unternehmenseigene proprietäre Identifikationsnummern“, erklärt Oliver Püthe, Senior Branchenmanager Logistikdienstleister bei GS1 Germany, der Logistik-Heute. „Sie machen den Austausch von Paketen zwischen den unterschiedlichen Akteuren am Markt nahezu unmöglich und treiben die Prozesskosten in die Höhe, was sich negativ auf Online-Händler und Verbraucher auswirken kann.“ Es entstehen unnötige Arbeitsschritte, wie Umetikettierung, wenn ein Paket an bestimmten Knotenpunkten den Dienstleister wechselt. Das soll künftig vermieden werden, indem die Nummer der Versandeinheit NVE/SSCC ("Serial Shipping Container Code") Pakete eindeutig und über die gesamte Lieferkette hinweg identifiziert.

Neuer GS1 Standard für Interoperabilität der Systeme

Der Entwicklung eines neuen GS1 Standards ging eine Empfehlung des Europäischen Komitees für Normung (CEN) voraus. „Die eindeutige Identifikation von Paketsendungen ist die Voraussetzung, um den Herausforderungen im stark wachsenden E-Commerce-Markt zu begegnen. Gerade wenn es gilt, innovative Citylogistikkonzepte umzusetzen, sorgen Standards dafür, dass keine Dienstleister ausgeschlossen werden und die Zustellung flexibler wird. Das CEN hat die Notwendigkeit der Standardisierung erkannt und legt mit der neuen Spezifikation den Grundstein für mehr Vernetzung und Zukunftsfähigkeit in der KEP-Branche“, so Püthe weiter.

 Infografik

© GS1 Germany

Die neuartige Spezifikation ist Ergebnis des Strategieprogramms „Digital Single Market: Bringing down barriers to unlock online opportunities“, welches von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen wurde. Gemeinsam mit Vertretern von Online-Händlern, Postunternehmen sowie Kurier-, Express-, und Postdienstleistern (KEP) wurde der Standard entwickelt.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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