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Quo Vadis Logistik? Die Logimat 2016 ist erfolgreich zu Ende gegangen und hat mehr Aussteller und Besucher als im Vorjahr angezogen. Sie war auch eine gute Gelegenheit, um den aktuellen Stand der Logistik und die Entwicklung bezüglich wichtiger Trends, wie Internet der Dinge und Industrie 4.0., zu beobachten.

Eindrücke der Logimat 2016.

© EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH

Die Logimat 2016, die größte jährlich stattfindende Intralogistik-Fachmesse in Deutschland, endete in diesem Jahr mit vielen Rekordwerten. Es kamen mehr Besucher als im Vorjahr, es haben mehr Unternehmen als im Vorjahr ausgestellt und die gesamte Messefläche am Stuttgarter Flughafen wurde genutzt. Dennoch zeigte die Messe auch: Die Logistik muss in Sachen Digitalisierung tatsächlich noch aufholen, denn es klafft offensichtlich eine Lücke zwischen den Möglichkeiten und der tatsächlichen Umsetzung.

Laut den Veranstaltern kamen in diesem Jahr 43.465 Fachbesucher auf die Logimat, das waren 25 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Insgesamt gab es in diesem Jahr vom 8. bis 10. März auf dem Stuttgarter Messegelände 1.280 internationale Aussteller. Auch hier waren es 10 Prozent mehr, als noch im Vorjahr. „Die diesjährigen Zahlen rücken das Bild zurecht und unterstreichen die herausragende Bedeutung der LogiMAT für die Intralogistik, sowie ihre exponierte Positionierung im internationalen Wettbewerb“, sagte Messeleiter Peter Kazander.

Probleme bei der Umsetzung der Digitalisierung

Doch abgesehen von dem Erfolg der Messe an sich, war die Veranstaltung auch eine gute Möglichkeit, sich einen Überblick über den aktuellen Stand der Logistik in Deutschland zu verschaffen. Bekanntlich hinkt ja die Logistik in Deutschland der Digitalisierung im Vergleich zu anderen Branchen nach. Das bestätigte die aktuelle Logimat, wie auch Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke von der Frankfurt University of Applied Sciences bemerkt hat: „Als ich hier über die Messe gelaufen bin, habe ich beobachtet, dass in Sachen Digitalisierung eine große Lücke zwischen dem Umsetzungsgrad und der technischen Machbarkeit in der Logistik klafft“, sagte Schocke in Rahmen eines Vortrages auf der Logimat. Seiner Ansicht nach gebe es zwar in vielen Bereichen der Logistik inzwischen spezialisierte Anbieter für technologische Lösungen, doch die KMUs würden diese in ihrem Alltag nicht einsetzen, beziehungsweise sei es vielen noch gar nicht so klar, wie man die neuen Lösungen in die Logistikprozesse der Unternehmen einfüge.

Der Zusammenschluss der Logimat mit der Tradeworld zeigt zudem, wie ernst die Logistik den aufstrebenden E-Commerce nimmt, welcher den Logistikunternehmen tatsächlich auch neue Aufträge bringt, wie nicht nur die sehr erfolgreichen Online-Händler wie Zalando zeigen. Man kann davon ausgehen, dass der E-Commerce in Zukunft einen noch wichtigeren Platz in der Logistik einnehmen wird.

Langfristige Trends, welche auf der Logimat eine Plattform für zahlreiche Diskussionen und Projekte gefunden haben sind die Themen „Industrie 4.0“ und Internet der Dinge, die auch dank Amazon und seinen Produktentwicklungen in diesem Bereich in den nächsten Jahren die Logistik deutlich verändern werden.

/ Geschrieben von Giuseppe Paletta


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