In unserem aktuellen Logistik-Newsflash geht es um den Einsatz von E-Bikes, Lieferengpässen bei den StreetScootern der DHL, um Lufthansa Cargo, DHL Express in Österreich und die Bilanz von Hermes zu seinem Pilottest mit den Starship-Lieferrobotern in Hamburg.

Starship Lieferroboter
© Daniel Reinhardt/Hermes

E-Bikes werden für KEP-Dienstleister immer wichtiger

Das Thema Lastenräder bzw. E-Bikes wird bei den KEP-Dienstleistern immer wichtiger. So gab am heutigen Donnerstag die Deutsche Post bekannt, in Osnabrück das 1000. E-Bike ihres Tochterunternehmens StreetScooter in Betrieb genommen zu haben. Die bis 25 km/h elektrisch unterstützten Lastenräder haben eine Nutzlast von bis zu 50 kg und erleichtern den Briefzustellern im Stadtbereich die Arbeit erheblich. Die Deutsche Post plant die Anzahl der E-Bikes in den nächsten Jahren weiter zu erhöhen. Darüber hinaus testet die Deutsche Post in einigen Zustellbezirken das "E-Trike" der Firma StreetScooter mit einer Nutzlast bis 90 kg, ebenfalls für den Einsatz in der Briefzustellung. 

Dass E-Bikes immer beliebter werden, zeigt sich daran, dass zunehmend sämtliche KEP-Dienstleister auf diese Variante setzen. Wie Verkehrsrundschau.de berichtet, rollen seit Anfang der Woche auch Lastenräder des Dienstleisters GLS durch Darmstadt. Damit ist Darmstadt die fünfte Großstadt in Deutschland, in der GLS mit emissionsarmen Lastenfahrrädern dieselbetriebene Zustellfahrzeuge ersetzt. 

DHL: Lieferengpässe bei Street-Scootern

Während der Umstieg auf Lastenfahrräder so weit läuft, hat die DHL Lieferprobleme bei den sogenannten Street-Scootern. Da diese komplett in Eigenregie und ohne Hilfe namhafter Autohersteller gebaut werden, gibt es wegen der hohen Nachfrage im Moment Lieferengpässe. Hintergrund der gesteigerten Nachfrage: Das Pilotprojekt in Bochum hatte viel Aufsehen erregt, weswegen eigentlich für Bochum geplante Street-Scooter anders verteilt wurden. Dennoch will die DHL in Bochum ihr Ziel der emissionsfreien Paketzustellung langfristig einhalten. Gegenüber Radio Bochum sagte ein DHL-Sprecher auf Nachfrage, dass allerdings der Zeitpunkt, wann das Ziel erreicht werde, noch unklar ist.

Lufthansa Cargo kämpft weiter mit schlechten Geschäftszahlen

Lufthansa Cargo kämpft weiter mit schlechten Zahlen. Nach Angaben des Handelsblatts steckt die Frachtfluglinie der Lufthansa in der voraussichtlich längsten Verlustphase ihrer Geschichte. Wie es heißt, werde das Unternehmen wohl erst 2019 auf ein „normales“ Gewinn-Niveau zurückkehren – so zumindest die Einschätzung von Peter Geber, Chef der Lufthansa-Tochter. Man erwartet für 2017, dass sich der operative Verlust leicht verringern wird, 2018 dürfte es gerade so zurück in die schwarzen Zahlen gehen. Aktuell läuft bei Lufthansa Cargo ein Sparprogramm, dem an die 800 Jobs zum Opfer fallen sollen.

DHL Express: Investitionen in Österreich

DHL Express hat angekündigt, seinen bisher einzigen Logistik-Hub in Österreich erweitern zu wollen. Gegenüber Kurier.at erklärt Ralf Schweighöfer, Chef von DHL Express Austria, dass man in Linz an die Kapazitätsgrenzen stoße und entsprechend im nächsten Jahr ein größeres Investment plane. Auch wenn keine näheren Details genannt wurden, scheint es so, als ob die DHL nicht vorhabe, sich auch am Wiener Flughafen niederzulassen. Express-Pakete für Ost-Österreich sollen weiterhin am Flughafen Bratislava landen und von dort per Lkw weitertransportiert werden. Um dennoch Herr über das steigende Paketaufkommen zu werden, wurde erst kürzlich in Klagenfurt ein eigenes Service-Center errichtet. Die Investitionen beliefen sich auf 2,5 Millionen Euro.

Starship Roboter: Hermes ist zufrieden mit Pilottest

Hermes schickt bereits seit Herbst 2016 in Hamburg in einem Pilottest die Zustellroboter der Marke Starship auf die Straße. Nach einem halben Jahr wurden rund 600 Fahrten absolviert, wobei über 3.500 km Strecke zurückgelegt wurden. Zudem gab es rund 250.000 Passantenkontakte. Insgesamt zeigt sich Roger Hillen-Pasedag, Division Manager Strategy & Innovation bei Hermes Germany, sehr zufrieden mit dem Test: „Unser primäres Ziel in dieser ersten Testphase war es, Erfahrungen mit einem neuen Zustellkonzept zu machen. Das ist uns gelungen. Nicht nur, dass wir unsere teilnehmenden Testkunden erfolgreich mit Paketen beliefern konnten. Auch die Resonanz in der Öffentlichkeit, etwa auf der Straße, war ausgesprochen positiv und sogar deutlich größer als gedacht.“

 

/ Geschrieben von Julia Ptock




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