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Die südkoreanische Großreederei Hanjin wurde von einem Gericht in Seoul für pleite erklärt. Das Schulden belastete Unternehmen wird nun abgewickelt.

Hanjin Containerschiff

VladSV / Shutterstock.com

Es hatte sich bereits angedeutet und seit diesem Freitag steht es fest: Die Großreederei Hanjin ist pleite. Das erklärte ein Gericht in Seoul. Nun wird das Unternehmen abgewickelt. „Wir werden versuchen sucherzustellen, dass der Insolvenzprozess es dem Unternehmen ermöglicht, Schulden bei allen Gläubigern in einer fairen und angemessenen Weise zurückzuzahlen“, teilte das Gericht laut Spiegel Online mit. Der Handel mit Hanjin-Aktien an der Börse in Seoul wurde ausgesetzt.

Über 5 Milliarden Dollar Schulden

Die Entscheidung hatte sich bereits Anfang Februar angedeutet. Ein Gutachten hatte festgestellt, dass eine Abwicklung wirtschaftlich sinnvoller wäre als der Weiterbetrieb von Hanjin. Im August des vergangenen Jahres wurden die Schulden der Reederei auf 5,37 Milliarden Dollar beziffert. Seitdem wurde das Unternehmen stark verschlankt, viele der 1.500 Mitarbeiter wurden entlassen.

Hanjin war früher die größte Reederei Südkoreas und bislang die siebtgrößte der Welt. Es handelt sich um die größte Pleite in der Geschichte des Seetransportwesens und ist ein weiterer eindrücklicher Beweis dafür, dass die Branche die historische Krise, in der sie steckt, noch lange nicht überwunden hat. Das gilt auch für die deutschen Reedereien, die sich in der schlimmsten Krise seit dem 19. Jahrhundert befinden.

 

/ Geschrieben von Christoph Pech


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