Die Konsolidierung im Güterkraftverkehrsgewerbe setzt sich weiter fort. Das geht aus dem aktuellen Bericht „Struktur der Unternehmen des gewerblichen Güterkraftverkehrs und des Werkverkehrs“ hervor, den das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) veröffentlicht hat.

LKW auf der Straße
© Jaroslav Pachy sr via Shutterstock.com

Die Zahl der Unternehmen, die gewerblichen Güterkraftverkehr betreiben, ist gesunken: Wie der vom BAG vorgelegte Bericht zeigt, liegt die Zahl dieser Unternehmen aktuell bei 45.051. Das sind 4.625 weniger als bei der letzten Erhebung des Bundesamts im Oktober 2010. Der Rückgang konzentriere sich besonders auf kleinere Unternehmen, die weniger als zehn Mitarbeiter haben. Das liege vor allem an den geänderten Marktstrukturen und finanziellen sowie qualitativen Einstiegsbarrieren in digitale Kommunikations- und Abwicklungssysteme.

Die Zahl der Unternehmen mit zehn oder mehr Mitarbeiter nahm hingegen deutlich zu – genauso wie die Gesamtzahl der Beschäftigten im Güterkraftverkehrsgewerbe. Diese liegt nun bei über 630.000. Mit der Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich auch die Zahl der eingesetzten Kraftfahrzeuge in der Branche. Rund 380.000 Fahrzeuge werden nun für den Güterverkehr eingesetzt. Auffällig sei, dass der Personalaufbau vor allem auf den Bereich Lager und Technik gefallen ist. „Nach den Ergebnissen der Marktgespräche bestätigt dies den Trend, dass die Transportunternehmen im Bereich der speditionellen Tätigkeiten ertragreiche Ergänzungen zum margenschwachen reinen Transportgeschäft sehen“, heißt es in dem Bericht.

Güterkraft- und Werkvekehr verzeichnen mehr Mitarbeiter und Fahrzeuge

Die Zahl der Unternehmen, die Werkverkehr betreiben, ist im Gegensatz zum Güterkraftverkehr gestiegen und liegt aktuell bei 42.471. Zudem beschäftigen sie nun mehr als 320.000 Mitarbeiter und setzen über 220.000 Fahrzeuge ein – beide Zahlen sind im Vergleich zur Erhebung vor fünf Jahren deutlich gestiegen, betont das Bundesamt. Hierbei gibt es laut BAG aber durchaus „eine gewisse Verzerrung“, da Werkverkehr betreibende Unternehmen, die Mittel aus den Förderprogrammen De Minimis, Ausbildung und Weiterbildung bekommen möchten, in der Werkverkehrsdatei des Bundesamtes gemeldet sein müssen. Das habe in den letzten Jahren „zahlreiche“ Unternehmen zur Anmeldung bewogen.

Der Großteil der Unternehmen im Güterkraftverkehr beschäftigt sich mit erlaubnispflichtigem Güterverkehr (74,8 Prozent). Bei 3,4 Prozent des Güterkraftverkehrs handelt es sich um Spedition, Logistik, Lagerei und Frachtumschlag. Weitere 1,2 Prozent entfallen auf die KEP-Dienste.

Der Bericht „Struktur der Unternehmen des gewerblichen Güterkraftverkehrs und des Werkverkehrs“ kann kostenlos online eingesehen werden.

/ Geschrieben von Michael Pohlgeers




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