Die Logistik-Welt präsentierte in den vergangenen Tagen wieder einige Neuigkeiten, die wir kurz und bündig in unserem Logistik-Newsflash für Sie zusammengefasst haben. Mit dabei sind die dänische Gewerkschaft und Briefkastenfirmen, Tarifverhandlungen und mögliche Streiks, der Hamburger Hafen sowie eine Infografik aus dem Hause Hermes.

 

Logistik: Briefkastenfirma
© wsf-s – shutterstock.com

Dänische Gewerkschaft klagt über Briefkastenfirmen in Deutschland

Anscheinend gibt es in Dänemark einen unschönen Trend im Logistik-Sektor: Wie shz.de berichtet, klagt die dänische Gewerkschaft 3F über ansässige Logistiker, die in Deutschland (unter anderem in Flensburg) Briefkastenfirmen eröffnen. Auf diesem Weg würden sich die Firmen die höheren dänischen Tarifverträge sparen und niedrigere deutsche Löhne oder sogar nur den deutschen Mindestlohn von 8,50 Euro zahlen. Dieses „Outsourcing“ logistischer Arbeitsplätze nach Deutschland habe bereits recht eindeutige Auswirkungen auf den dänischen Markt, wie Flemming Overgaard von 3F kommentiert: „Rund 8000 Arbeitsplätze sind deshalb bei uns verloren gegangen.“

Tarifverhandlungen mit der DHL: Verdi rüstet sich für Streik in Bayern

Am 17. November 2016 treffen sich die DHL und Verdi, um ihre Tarifverhandlungen in Bayern fortzusetzen. Wie bei OnlinehändlerNews zu lesen, kritisiert die Gewerkschaft, dass der Konzern im vergangenen Jahr die Tochter DHL Delivery GmbH ins Leben gerufen hatte. Der Vorwurf lautet, dass diese unter anderem gegründet wurde, um Mitarbeitern nur den günstigeren Speditions-Tarif zahlen zu müssen, anstatt sich nach den höheren Post-Tarifen zu richten. Anton Hirtreiter, Landesbezirksfachbereichsleiter der Verdi in Bayern, kommentierte, dass man sich bereits jetzt auf mögliche Streiks in Bayern einrichtet und diese vorbereitet – um im Fall von gescheiterten Verhandlungen zeitnah agieren zu können.

Bilanz: Hamburger Hafen und Logistik AG zeigt sich zufrieden

Die Hamburger Hafen und Logistik AG hat ihre aktuellen Geschäftszahlen zum dritten Quartal 2016 veröffentlicht. Dabei lagen die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten bei 871,0 Mio. Euro, was in etwa dem Niveau des Vorjahres entspricht (+ 0,2 Prozent). Das EBIT stieg im Vorjahresvergleich um 2,4 Prozent auf 126,9 Mio. Euro. Der Containerumschlag sank um rund 2 Prozent auf 4,9 Mio. Standardcontainern (TEU). Obwohl kein signifikantes Wachstum verzeichnet werden konnte, zeigt sich das Unternehmen grundsätzlich zufrieden:

„Vor dem Hintergrund des weiterhin verhaltenen Wachstums der Weltwirtschaft, eines schwachen Welthandels, eines erneut abgeschwächten Wachstums beim weltweiten Containerumschlag und anhaltender Infrastrukturdefizite ist die Entwicklung der HHLA zufriedenstellend.  […] Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Ziele bis zum Ende des Geschäftsjahres erreichen werden. Eine besondere Bedeutung kommt dabei unserem erfolgreich auf- und ausgebauten Segment Intermodal zu, das sich zu einer dynamischen Ertragssäule unseres Konzerns entwickelt hat“, kommentierte Klaus-Dieter Peters, Vorstandsvorsitzender der HHLA.

Hermes veröffentlicht Infografik zu Logistik 4.0

Die Digitalisierung kann auch in der Logistik neue Türen öffnen. So kann die Logistik 4.0 – also jene Logistik, bei der die Wertschöpfungskette vollständig integriert, vernetzt und automatisiert ist – sogar entscheidende Wettbewerbsvorteile schaffen. Hermes hat zum Thema eine Umfrage unter 200 Logistikentscheidern gestartet und die Ergebnisse in einer Infografik anschaulich zusammengefasst. Dabei zeigt sich aber auch, dass sich die Logistik 4.0 derzeit vor allem auf größere Unternehmen (mit mehr als 250 Mitarbeitern) auswirkt. Für kleinere Unternehmen sind die Kosten aktuell häufig noch zu hoch und der Aufwand der Umrüstung zu groß. Alle Einzelheiten sehen Sie in der folgenden Infografik:

 

Hermes-Infografik zur Logistik 4.0
Infografik zur Logistik 4.0 © Hermes
/ Geschrieben von Tina Plewinski




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