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Die Deutsche Post wird im kommenden Jahr die Rabatte für Firmenkunden senken. Sie müssen dann mehr für den Briefversand zahlen. Die Deutsche Post hatte die Mengenrabatte erst zum Jahreswechsel erhöht, um den Geschäftskunden einen Teil der Portoerhöhung zu ersparen.

Brief wird in einen Briefkasten gesteckt

(Bildquelle Briefkasten: Bjoern Wylezich via Shutterstock)

Für Geschäftskunden der Deutschen Post wird es im nächsten Jahr teurer, wenn sie Briefe verschicken wollen: Der Konzern wird die Rabatte für Firmenkunden wie Unternehmen, Banken oder Behörden absenken, berichtet OnVista. Das habe ein Sprecher der Deutschen Post gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bestätigt, heißt es weiter.

Die Deutsche Post hatte zum Jahreswechsel höhere Rabatte vergeben. Die Mengenrabatte für Großkunden auf den Standardbrief hatte der Konzern um fünf Prozentpunkte erhöht. Damit wollte die Deutsche Post ihren Geschäftskunden einen Teil der Portoerhöhung von 62 auf 70 Cent ersparen. Diese Rabatte und auch die Ermäßigungen auf andere Briefformen werden nun wieder um einen Prozentpunkt reduziert.

Für Geschäftskunden zieht das effektiv eine Preiserhöhung von 1,7 Prozent nach sich. Sie werden im kommenden Jahr also tiefer in die Tasche greifen müssen, wenn sie Briefe verschicken.

Keine Erhöhung für Privatkunden

Privatkunden sind von der Erhöhung nicht betroffen. Die Deutsche Post erhöhte für sie Anfang 2016 die Preise. Das Porto für den Standardbrief stieg zum Jahresbeginn von 62 auf 70 Cent. Dieser neue Preis soll zwar für die nächsten drei Jahre – also bis 2018 – gültig sein, doch Post-Konzernvorstand Jürgen Gerdes hatte erst kürzlich darauf hingewiesen, dass das Briefporto in Deutschland noch unter dem europäischen Durchschnitt liegt (wir berichteten).

„Im europäischen Durchschnitt kostet ein Brief 80 Cent. Das wäre sicher auch im wirtschaftlich stärksten Land zu verkraften“, so Gerdes im August. Zudem betonte er, dass der Briefversand in Deutschland „noch immer sehr preiswert“ sei. Ob die Deutsche Post ihr Versprechen, die Preise bis 2018 nicht zu erhöhen, einhält, wird sich zeigen. Dass der Konzern bei dem Porto noch deutlich Luft nach oben sieht, hat Gerdes zumindest angekündigt.

/ Geschrieben von Michael Pohlgeers


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