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Die DHL will nicht nur die Digitalisierung immer weiter voranpeitschen, sondern forciert dabei auch die Nutzung von Datenbrillen. Schritt für Schritt soll die sogenannte Augmented Reality – also die erweiterte Realität – Einzug in der Logistik halten. Um dies zu erreichen, erweitert das Unternehmen sein entsprechendes Pilotprojekt.

 

Mann mit Datenbrille
© Jürgen Fälchle – Fotolia.com

Nachdem DHL Supply Chain in den Niederlanden erfolgreich mit Datenbrillen und der erweiterten Realität experimentiert hat, hat das Unternehmen nun angekündigt, ihr sogenanntes „Vision Picking“-Programm auszuweiten und auf neue Industriezweige auszudehnen. Auf diesem Wege soll der Bereich Augmented Reality tief in der Logistik verankert werden und neue Möglichkeiten schaffen. Gemeinsam mit seinen Partnern Google, Vuzix und Ubimax wolle man logistische Strukturen und insbesondere Picking-Lösungen nachhaltig optimieren.

Datenbrillen ermöglichen schnelles und fehlerfreies Arbeiten

„Wir freuen uns auf die weiteren Tests der Vision Picking-Technologie und deren Ausbau zu einer Lösung, die wir unseren Kunden leicht zugänglich machen können. Am wichtigsten ist jedoch, dass diese Technologie nicht nur ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung manueller Prozesse im Lager ist, sondern dass sie uns auch der Industrie 4.0 spürbar näher bringt“, kommentiert John Gilbert, Konzernvorstand Supply Chain von Deutsche Post DHL Group. „Tests neuer Technologien wie Augmented Reality, Robotik und Internet of Things werden auch künftig ein wichtiger Teil unserer Unternehmens-DNA sein.“

Im Zuge des genannten „Vision Picking-Programms“ führen die Kommissionierer mit hochmodernen Hightech- bzw. Datenbrillen ihre Arbeit aus. Mithilfe dieser Brillen können sie sehen, wo sich die kommissionierten Produkte befinden und in welcher Menge sie abgelegt werden müssen. Durch die Zuhilfenahme solcher Brillen haben die Kommissionierer die Hände frei, wodurch die Aufträge schneller bearbeitet und Fehler minimiert werden können.

 

DHL Vision-Picking
© DHL

 

Gänzliches Potenzial der Datenbrillen noch nicht erschlossen

Die Pilotprojekte, die 2016 in den USA und Europa durchgeführt werden, umfassen die Bereiche Technology, Retail, Consumer oder auch Automotive. Die gesammelten Daten können dann beispielsweise genutzt werden, um neue Einsatzbereiche anzuvisieren.

Das Vision Picking-Programm sei die erste Umsetzung einer Augmented Reality-Lösung für Lieferketten von DHL Supply Chain, erklärt Markus Voss, CIO Supply Chain laut Pressemitteilung. Besonders spannend sei das extrem breite Einsatzgebiet, in dem entsprechende Datenbrillen zur Anwendung kommen könnten. „Das Potenzial dieser Technologie für die Wirtschaft ist noch weitgehend unerschlossen. Wir sind überzeugt, dass dieses Programm unsere Supply Chain-Abläufe und unseren Mehrwert für die Kunden nachhaltig verändern wird.“

/ Geschrieben von Tina Plewinski


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