Die Logistikbranche hat eine neue Übernahme zu verzeichnen: Der Wiesbadener Gabelstapler-Profi Kion hat ein Auge auf Dematic geworfen und den Automatisierungsexperten für einen Milliardenbetrag übernommen. Durch den Zukauf erweitert Kion seine logistische Kompetenz.

Gabelstapler

© Andrei Merkulov – Fotolia.com

Ganze 2,1 Milliarden US-Dollar (rund 1,9 Milliarden Euro) lässt sich das Wiesbadener Gabelstapler-Unternehmen Kion die Übernahme des Logistikspezialisten Dematic kosten. Nach Informationen des Handelsblattes fließt der Betrag an die US-amerikanischen Investoren AEA und OTPP. Als Anbieter für Intralogistik, Lager- und Logistikautomatisierung kann Dematic seiner neuen Unternehmensmutter Kion dabei helfen, die Geschäfte auf dem amerikanischen Markt auszubauen.

Kion und Dematic: Auf der Reise in Richtung Industrie 4.0

„Mit dem Kauf von Dematic verändern und bauen wir erheblich aus, was die Kion Group ist und macht – für weiteres profitables Wachstum in einer sich schnell wandelnden Industrie und digitalisierten Welt“, kommentiert Kion-CEO Gordon Riske laut Handelsblatt. „Wir werden zu einem einzigartigen Anbieter von Produkten, Lösungen und Services. Wie kein anderer in unserer Branche können wir jetzt jeden Kunden nahtlos auf seiner Reise in Richtung Industrie 4.0 und Intralogistik 4.0 begleiten, und das weltweit.“

Es gehe darum, als serviceorientiertes Unternehmen noch besser auf die dynamische Nachfrage reagieren zu können, ließ Dematic den Schritt verlauten. Doch obwohl sich beide Parteien äußerst glücklich über die Übernahme zeigen, scheinen die Aktionäre weniger beglückt: Am Dienstag fiel die Aktie im Handelsverlauf deutlich ein.

Verlauf der Kion-Aktie
Aktienverlauf Kion, Screenshot Google
/ Geschrieben von Tina Plewinski




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