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Die Deutsche Post will ihre komplette Fahrzeugflotte auf Elektro-Autos umstellen. Post-Chef Frank Appel sieht das als Wettbewerbsvorteil. Die Elektro-Autos sollen dabei quasi aus der hauseigenen Fabrik stammen.

Ein E-Auto von StreetScooter
© Deutsche Post

Post-Vorstandschef Frank Appel hat am Dienstag verkündet, dass die Deutsche Post künftig alle Sendungen im Bundesgebiet mit Elektro-Autos ausliefern werde. „Das ist keine wirre Zukunftsvision, sondern Realität, dass wir mittelfristig in Deutschland nur mit Elektrofahrzeugen fahren können“, erklärte Appel laut WirtschaftsWoche. Die Post sehe es als Wettbewerbsvorteil, die Sendungen mit Elektro-Autos auszuliefern. Nähere Details zu den Plänen verkündete Appel allerdings nicht.

Die Post unterhält derzeit eine Fahrzeugflotte von rund 92.000 Fahrzeugen weltweit. Das Unternehmen hat bereits technische Änderungen zur Senkung der CO2-Emissionen bei konventionellen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor umgesetzt, erforscht aber auch verstärkt den Einsatz von alternativen Antrieben und Kraftstoffen.

Bis zu 30.000 Elektro-Autos

So hat die Deutsche Post im November 2015 das Pilotprojekt GoGreen im Ruhrgebiet gestartet. Im Zuge des GoGreen-Projekts konnten ausgewählte Geschäftskunden ihre Sendungen in Essen und Duisburg mit Elektro-Autos zustellen lassen, ein Teil der Einnahmen mit der umweltfreundlichen Versandoption flossen zudem in regionale Umweltschutzprojekte. „Je mehr Sendungen Kunden aus Duisburg und Essen mit dem GoGreen Versandservice von Deutsche Post DHL Group verschicken, desto höher die Investition des Konzerns in die regionale Zustellung per Elektrofahrzeug“, verkündete der Konzern damals.

Die Deutsche Post hat im Jahr 2014 das StartUp StreetScooter, das die Elektro-Autos für den Konzern herstellt, komplett übernommen. Seit dem Jahr 2015 befindet sich das Unternehmen in Serienproduktion. Damit kann die Deutsche Post nun ihre Flotte an Elektro-Autos quasi selbst produzieren – die ersten 2.000 Fahrzeuge sollen noch in diesem Jahr vom Band rollen, wie Heise Online berichtet. Insgesamt sollen bis zu 30.000 Fahrzeuge durch den StreetScrooter ersetzt werden. Mittelfristig sei sogar geplant, die Autos nicht nur für die hauseigenen Zusteller zu verwenden, sondern auch an externe Kunden zu verkaufen.

/ Geschrieben von Michael Pohlgeers


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