Ob in eine Weltmetropole am anderen Ende des Kontinents oder ein kleines Dörfchen irgendwo im Nirgendwo – das Verschicken von Paketen ist mittlerweile fast überall hin möglich und in den meisten Fällen kinderleicht. Doch ein US-Unternehmen hat nun die Messlatte ganz hoch gesetzt: Es will Pakete zum Mond schicken.

Mond

© SkyLine – Shutterstock.com

Wie kommt ein Unternehmen darauf, Pakete zum Mond schicken zu wollen? Handelt es sich um einen Marketing-Gag? Um ein Projekt, bei dem die logistischen Grenzen ausgetestet werden sollen? Nein. Es handelt sich um das Bestreben, die private Raumfahrt weiter voranzutreiben und ganz nebenbei Erinnerungen für die Ewigkeit zu schaffen.

Wie Winfuture berichtet, hat sich das US-amerikanische StartUp Astrobotic das Ziel gesetzt, eine eigene Raummission zu starten und „als erstes privates Unternehmen eine kommerzielle Mondladung durchzuführen“. Einen Teil der immensen Kosten sollen durch eben jenes Paket-Projekt bzw durch neugierige Kunden getragen werden, die kleine Andenken auf dem Erdtrabanten lagern wollen. Da der Platz bei einer solchen Raumfahrmission bekanntermaßen knapp ist, müssen die potenziellen Kunden tiefer in die Taschen greifen, wenn sie größere Gegenstände auf den Mond schicken wollen.

Ein Andenken auf dem Mond kostet u. U. so viel wie ein Neuwagen

Grundsätzlich stehen ihnen laut der Astrobotic-Website drei verschieden große Transportbehälter zur Verfügung, die mit unterschiedlichen Kosten zu Buche schlagen. Die Buchung des kleinstmöglichen Raums kostet rund 412 Euro, der größtmögliche Behälter sage und schreibe über 23.130 Euro.

Kostenauflistung der Pakete bei Astrobotic

Kostenauflistung, Screenshot © Astrobotic

Die Andenken, die dann im Zuge des „MoonMail“-Programms auf den Mond geschickt werden, sollen dort „über Jahrhunderte“ hinweg verweilen bzw. gelagert werden, so das Werbeversprechen von Astrobotic. Doch was schickt man als zahlender Kunde eigentlich auf den Mond? – Ein Foto zum Beispiel. Oder Liebesbriefe, ein kleines Kuscheltier, eine Locke von der Liebsten oder auch ein Schmuckstück. Ausdrücklich untersagt sind im Übrigen Gegenstände, die mit elektrischer Energie oder sonst einer Energiequelle funktionieren. Auch dürfen die Gegenstände keine Daten senden oder empfangen können. Scharfe Gegenstände, Waffen, Sprengstoff oder verderbliche Waren sind ebenfalls untersagt.

Die Pakete-auf-Mond-Mission soll schon Ende 2017 starten.

/ Geschrieben von Tina Plewinski




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