Die Logistik muss sich warm anziehen, denn auch Google macht in Sachen Zustellung einen weiteren Schritt. Das Unternehmen hat jetzt in den USA mit der Zustellung von frischen Lebensmitteln begonnen – noch am selben Tag und zu günstigen Preisen. 

Google Express
© Google

Auch Google möchte im Online-Handel mit Lebensmittel mitmischen. Der Internetkonzern hatte das bereits im vergangenen Jahr bekannt gegeben und auch mit Produkten des täglichen Gebrauchs getestet. Mit dem Dienst namens Google Express stellt das Unternehmen dabei mit eigenen Lieferfahrzeugen jetzt auch frische Lebensmittel direkt nach Hause zu. Google hat seinen Dienst testweise in San Francisco und Los Angeles offiziell gestartet.

Der Online-Handel mit Lebensmittel wächst weiter, immer mehr Unternehmen setzen auf den Verkauf der Ware über das Internet. Dementsprechend wächst auch die Anzahl der Unternehmen, die sich auf die Zustellung der Produkte spezialisieren wollen. Denn die Zustellung von frischen Lebensmitteln ist durchaus eine logistische Herausforderung, kostenintensiv und muss minutiös durchgeplant werden, damit die Ware auch tatsächlich in der gewünschten Frische beim Kunden ankommt.

Zustellung ab Bestellung in Höhe von 35 US-Dollar

Google Express hatte sich bislang nur auf die Lieferung von Produkten des täglichen Gebrauchs konzentriert. Nach Angaben des Internetkonzerns wurde dieses Angebot von den Kunden in den USA gut angenommen. Gleichzeitig aber hätten sich die Kunden die taggleiche Lieferung von frischen Lebensmitteln gewünscht.

Mitglieder von Google Express (Jahresgebühr 95 US-Dollar) bezahlen pro Zustellung frischer Lebensmittel durch Google 2,99 US-Dollar an Google. Nicht-Mitglieder bezahlen dafür 4,99 US-Dollar. Dabei liegt der Mindestbestellwert pro Bestellung allerdings bei 35 US-Dollar. Die Kunden können laut Google aus Zeitfenstern für die Zustellung auswählen, welche in 2-Stunden-Fenstern aufgeteilt sind.

Google zielt auf stationären Handel

Interessant ist auch der Ansatz von Google, mit welchem sich das Unternehmen – zumindest noch derzeit – vom großen Konkurrenten Amazon unterscheidet. Während Amazon mit Amazon Fresh im Moment nur Produkte des eigenen Marktplatzes zustellen möchte (auch wenn es Anzeichen gibt, dass sich das ändern wird), kooperiert der Suchmaschinenriese direkt mit verschiedenen Lebensmittelhändlern. Derzeit arbeitet Google zum Beispiel mit der großen Handelskette Costco zusammen, die über rund 700 Filialen verfügt und für welche Google die Lebensmittelzustellung übernimmt – derzeit aber nur in ausgewählten Bereichen in Los Angeles und San Francisco. Potenziell könnte Google aber so schnell den ganzen Einzelhandel abdecken, auch außerhalb der USA.

 

/ Geschrieben von Giuseppe Paletta




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