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In Deutschland gehört UPS zwar zu den großen Paketdienstleistern, doch mit Blick auf die Deutsche Post ist noch viel Luft nach oben. Das soll sich zumindest ein Stück weit ändern. Denn das Unternehmen will ordentlich ins Europa-Geschäft investieren und dabei auch das deutsche Netz kräftig stärken und ausbauen.

UPS Truck
© CARL SPENCER – Flickr.com

Um das eigene Geschäft in Europa weiter zu fördern, will UPS Geld in die Hand nehmen. Und zwar ordentlich: Bis ins Jahr 2019 sollen rund zwei Milliarden US-Dollar in das hiesige Netzwerk fließen und ein Vorankommen stützen. Wie DVZ Kep berichtet, hat der UPS-Generalbevollmächtigte Frank Sportolari diese Pläne nun bekannt gegeben. Vor allem der deutsche Standort – und hier besonders Nordrhein-Westfalen – soll von den anstehenden Investitionen stark profitieren.

In Deutschland sollen bestehende UPS-Paketzentren ausgebaut werden. Zudem ist das Logistikzentrum in Herford lediglich bis 2017 angemietet, sodass hierfür noch ein Ausweichstandort gesucht werden muss. Bielefeld-Sennestadt steht wohl in der näheren Auswahl. Außerdem sind auch internationale Standorte wie das kürzlich eröffnete, polnische Paketzentrum in Strykow sowie ein neues, für 2017 geplantes Zentrum bei London Teil der UPS-Strategie.

UPS: Auch die Logistik in den Innenstädten ist ein wichtiges Thema

Wie für andere Logistiker auch, bleibt die Frage nach einer zeitgemäßen und effektiven Logistik im urbanen Raum bedeutend: „Lebendige Städte brauchen zuverlässige Transporte, um lebendig zu bleiben. Gerade kleine Geschäfte bleiben durch Logistik wettbewerbsfähig“, kommentierte Sportolari weiter. Zufahrtsbeschränkungen und andere Reglementierungen behindern seiner Meinung nach den stationären Handel.

Auch in Sachen Wettbewerb vertritt der UPS-Branchenexperte eine klare Meinung: „Wir sind für einen freien und fairen Wettbewerb.“ Würde man die Prozesse und Verkehre verschiedener Logistiker zusammenlegen, hätte dies finanzielle Mehrkosten, einen erhöhten Zeitaufwand und Serviceeinbußen zur Folge. „Dort, wo Monopole herrschen, entsteht Stagnation.“

Um urbane Logistik effizienter und verträglicher zu machen, habe UPS bereits vor einigen Jahren den Blick auf Elektromobilität gelenkt und setze diese beispielsweise schon in Teilen von Nordrhein-Westfalen ein. Auch eine Zustellung zu Fuß oder per Fahrrad werde örtlich bereits praktiziert. Um die Umwelt zu schonen müsse man weiter nach neuen Ideen und Konzepten suchen.

/ Geschrieben von Tina Plewinski


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