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Paket bestellt, und später retourniert, ist das überhaupt umweltverträglich? Durchaus im Vergleich zum Einkauf vor Ort weiß eine Studie vom Deutschen CleanTech Institut zu berichten, die sowohl den stationären Einzelhandel als auch den Online-Handel im Blick hat.

Online bestelltes Paket
© Leo Lintang - Fotolia.com

Vergleich von Online-Handel und stationärem Einzelhandel 

Sind Online-Shopper Klimasünder? Mitnichten, denn auch wer stationär einkauft, legt längere Strecken zurück. Dabei spielen die Wahl des Verkehrsmittels, die Länge der zurückgelegten Entfernungen und auch die Häufigkeit des Einkaufs für die Umweltverträglichkeit eine Rolle, erklärt das von der Otto Group unterstützte Deutsche CleanTech Institut. Trotz einer enormen Anzahl an Auslieferungs-Fahrzeugen hält sich die CO2-Bilanz des Online-Handels in einem verträglichen Rahmen.

Die folgende Darstellung zeigt den durchschnittlichen CO2-Ausstoß von Online-Handel und stationärem Handel im Vergleich. Die 5 gewählten Käuferkategorien reichen von den „Modernen“, der oftmals in Städten lebenden jungen Bevölkerung bis hin zu „Sparsamen“, die auf dem Land leben und beim ohnehin seltenen Einkauf den Preisvergleich nicht missen möchten.

© Deutsches CleanTech Institut - Screenshot

Wie kommt es zu diesem Ergebnis?

Als großen Vorteil sehen die Urheber der Studie an, dass trotz Retouren und Mehrfach-Bestellungen der Online-Handel  keine zusätzlichen Wege in dem Sinne auf sich nehmen muss. Hingegen legen Privatpersonen beim stationären Einkauf von Großgütern den Einkaufsweg mehrheitlich per PKW zurück und haben so oft längere Anreisen vor sich als die Lieferfahrzeuge von DHL und Co. auf ihren täglichen Routen.

 

Umweltfreundliche Reserven berücksichtigen

Ungeachtet dessen beweist die Studie aber auch, mit welchen Maßnahmen sowohl Endkunden als auch Logistik-Unternehmen die CO2-Emissionen verringern können. Einerseits helfen klimafreundliche Verpackung und Versand, anderseits lassen sich sowohl bei Einkauf als auch bei Anlieferung Strecken optimieren und alternative Verkehrsmittel einsetzen. Damit Endkunden beim stationären Handel auf ein umweltfreundlicheres Verkehrsmittel ausweichen, muss der Händler logischerweise auch gut auf diese Weise erreichbar sein.

Weiterhin aufgeführt: Retouren reduzieren. Hiermit ist der Einzelkunde, der mehr bestellt als er tatsächlich kauft und auch der Online-Händler an sich gefragt, der realistische Produktbeschreibungen als auch passende Produkt-Videos anbieten soll. Zu guter Letzt sollten Logistik-Anbieter darauf aus sein, dass Mehrfach-Belieferungen vermieden werden. Im Idealfall wird somit die Lieferung bei einem Nachbarn hinterlassen, oder an einer Packstation hinterlegt. 

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