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Mehr Ausbildungsplätze für Fachkräfte hat die Deutsche Post DHL Group für 2016 in petto. Das gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt. Sowohl Auszubildende als auch Studierende erhalten dabei die Chance, dank spezieller Programme besonders gefördert zu werden.

 

Deutsche Post bildet mehr Mitarbeiter aus
© Claudio Divizia - fotolia.com 

Post setzt verstärkt auf Ausbildung samt Festeinstellung

Was steckt hinter der Initiative? Offiziell gibt Melanie Kreis, Personalvorstand der Deutschen Post DHL Group, bekannt, dass ihr das Thema Ausbildung sehr am Herzen liege und es die Mitarbeiter seien, die mit ihrem Einsatz, Engagement und ihrer Qualifikation, die Post vom Wettbewerb abheben würden. Mit mehr gut ausgebildeten, fest angestellten Mitarbeitern könnte die Deutsche Post allerdings auch besser auf einen potenziellen Mangel an Saisonfachkräften reagieren und künftige Herausforderungen wie taggleiche Lieferungen besser bewältigen. Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Post – eCommerce – Parcel betont: „Im harten Wettbewerbsumfeld der Post- und Paketbranche, in dem so gut wie gar nicht ausgebildet wird, sind wir es, die jungen Leuten echte berufliche Perspektiven bieten." 

Auf welchen Ausbildungs-Bereichen liegt der Fokus? 

Insgesamt wird die Deutsche Post DHL Group im Jahr 2016 etwa 2.458 Ausbildungs- und Studienplätze zur Verfügung stellen, sodass sich die Stellenzahl gegenüber dem Vorjahr um 83 erhöht. Künftige Mitarbeiter werden auf Wunsch in 18 verschiedenen Berufen oder 12 Studiengängen geschult. Die meisten Ausbildungsplätze unterbreitet der Unternehmensbereich Post – eCommcerce – Parcel (PeP). Kein Wunder, Fächkräfte für Kurier- Express- und Postdienstleistungen werden praktisch immer gesucht. Zudem bietet der Arbeitsbereich, der bislang rund 183.000 Mitarbeiter beschäftigt, neben den gewohnten Dienstleistungen auch Zusatzleistungen, z.B. Nachnahme, Einschreiben und Wertbriefe an. Weiterhin möchte der Konzern jedoch auch Mechatroniker, Fachkräfte für Lagerlogistik, Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung und Büromanagement ausbilden.

Duales Studium, Fördermöglichkeiten & Infos zur Bewerbung

Als Alternative zu klassischen Ausbildungsbereichen bietet die Deutsche Post DHL Group zudem Duale Studiengänge an. Hier wechseln sich Praxis- und Theorie-Phase stetig ab, sodass parallel zum Erwerb des Bachelor-Studiums auch der Blick in die Praxis nicht vernachlässigt wird. 162 Studienplätze dieser Art wird es im kommenden Jahr geben. Dabei können sich leistungsstarke Job-Anwärter besonders freuen. Ein spezielles Programm verspricht Fördermöglichkeiten in Form zusätzlicher Seminare und „Trainings on the Job“. Auch wenn die Bewerbungsphase bereits angelaufen ist, gibt es noch die Möglichkeit, sich zu bewerben. Interessenten sollen vor allem durch Engagement, Neugierde, Serviceorientierung und Zuverlässigkeit überzeugen.

Post setzt auf Festangestellte, statt auf Job-Ausgliederungen

Mit der Ausbildungs-Initiative steuert die Deutsche Post offenbar der Kritik gegen, die es für das Unternehmen zu Jahresbeginn hagelte, als zahlreiche Arbeitsplätze unter dem Namen DHL Delivery GmbH ausgegliedert worden waren. Dort erhielten die Angestellten zwar unbefristete Arbeitsverträge, wurden jedoch nicht nach Haustarif sondern nach Tarifregelungen aus Speditions- und Logistikbranche bezahlt. Anfang des Jahres warfen deshalb die Gewerkschaft Verdi sowie die Fachgewerkschaft der Post-Beschäftigten der Deutschen Post vor, bereits existierende Arbeitsplätze in schlechter bezahlte Stellen umwandeln zu wollen, berichtete unter anderem auch der Nachrichtensender N24.



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